Inhalt

Einstiegslektüre:

* Maskulismus in zwei Minuten
* Kernthemen und -Forderungen
* Maskulismus für Anfängerinnen

"Maskulismus die radikale Ansicht,
daß Männer keine Schweine sind,
sondern Menschen."

Hauptthemen:

* Maskulismus
* Feminismus und feministische Politik
* Gender-Studies und feministische Theorie
* Feministische Rhetorik und Kampfbegriffe
* Medien und feministische Propaganda

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Aktuelles

2017-07: diverse neue Einträge im Glossar
2017-02-25: Neue Unterseite zum Kampfbegriff "Gleichstellungsauftrag", speziell für Frau Künast
2016-09-01: Neue Seite Das feministische Definitionsmacht-Konzept anläßlich der Lohfink-Affäre
2016-07-19: Vorsicht: das neue Sexualstrafrecht! Aktuelle Rechtsberatung von Dr. Stevens


Feministische Rhetorik





Inhaltsübersicht

Feministische Rhetorik

Allgemein eingesetzte Methoden

Einzelne Kampfbegriffe



Feministische Rhetorik

Rhetorische Tricks vs. Falschaussagen


Auf sehr viele. Man hat das intensiv geübt bzw. 30 - 50 Jahre Erfahrung darin.
Die rhetorischen Tricks findet man sowohl in persönlichen Diskussionen wie auch in den Medien wieder.

Rhetorische Tricks sollte man möglichst klar trennen von sachlichen Falschaussagen:

  • Falschaussagen im Sinne dieser Unterscheidung sind Behauptungen zu Sachthemen, die aber unbewiesen, falsch oder verzerrt dargestellt sind. Eine lange Liste von feministischen Falschaussagen ist auf einer separaten Seite zusammengestellt. Sachliche falsche Aussagen, Argumentationen und Schlußfolgerungen müssen inhaltlich widerlegt werden.
  • Rhetorische Tricks sind i.d.R. keine Beiträge zur Sachdiskussion, sondern dienen ganz im Gegenteil dazu, eine Sachdiskussion zu verhindern oder von ihr abzulenken, z.B. weil Sachargumente fehlen oder weil man inhaltlich widerlegt worden ist.
    Die Aufdeckung von rhetorischen Finten bringt einen daher in der Sache oft nicht weiter: rhetorische Finten sind Mängel einer Argumentation, mit der i.d.R. eine Falschaussage begründet wird. Die Aufdeckung einer rhetorischen Finte widerlegt eine Falschaussage aber nicht, dies kann nur durch eine direkte Widerlegung und Befassung mit der Thematik geschehen.
Oft werden rhetorische Tricks und Falschaussagen gleichzeitig eingesetzt, von daher kann man sie nicht immer sauber trennen. Ein klassisches Beispiel sind getürkte Statistiken wie das angebliche Gender Pay Gap von 23% und der darauf basierende Equal-Pay-Day. Hierbei handelt es sich in erster Linie um sachliche Falschdarstellungen. Hierzu mehr auf einer anderen Seite: Was sind die größten Falschaussagen bzw. Denkfehler des Feminismus? Nur wenn man unterstellt, Falschaussagen würden bewußt und in Täuschungsabsicht vorgenommen, kann man von einem rhetorischem Trick (vulgo: Lüge) reden.

Eine Zwischenstellung nimmt das "Doublespeak" des Feminismus ein. Hier wird mit sich widersprechenden Aussagen argumentiert, die teilweise sachlich falsch, teilweise richtig sind.

An dieser Stelle davor gewarnt, allen Feministen zu unterstellen, absichtlich mit rhetorischen Tricks und Falschaussagen zu arbeiten. Die meisten Feministen sind Frauen, die sich über eigene private Beziehungsprobleme geärgert haben (oft nicht ohne Grund) oder Fälle von ernstlicher sexueller Gewalt bei anderen Frauen mental intensiv miterlebt haben und die damit vielleicht ein Drittel der Themen und Ziele "des Feminismus" kennen. Sie distanzieren sich meistens eindeutig von den totalitären Strömungen im Feminismus, sobald sie sich genauer informiert und z.B. durchschaut haben, wie sehr ihre Meinung durch die Medien manipuliert wurde. Die Argumentationen sind deswegen nicht richtiger, nur sollte man eben keine Absicht unterstellen.
Völlig anders sieht dies bei gut informierten, ggf. sogar hauptberuflichen feministischen Akteuren auf, bei denen unterstellt werden darf, daß sie systematisch desinformieren und Propagandamethoden einsetzen.



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Verbreitete Arten rhetorischer Tricks


Rhetorische Tricks kann man grob nach dem Effekt, den sie erzielen können, in folgende Gruppen einteilen:
  1. Beleidigungen und ähnliche Provokationen: Ziel ist hier, von der Sachdiskussion abzulenken bzw. sie zu stoppen, üblicherweise durch Provokationen, Beleidigungen etc. Der Diskussionsgegner soll zu unkontrollierten Gegenreaktionen verleitet werden (die dann als patriarchale Unterdrückung beklagt werden können) oder eingeschüchtert und zum Schweigen gebracht werden. Da es sich hier stets um schlechtes Benehmen handelt, das man selber strikt vermeiden muß, werden diese Fälle im Masku-Knigge abgehandelt.
  2. Tarnung von Denkfehlern in der eigenen Argumentation bzw. Verleiten des Diskussionsgegners, selber Denkfehler zu begehen. In sehr vielen Fällen handelt es sich dabei um bekannte Hypnosetechniken.
  3. Versteckte Botschaften: Über versteckte Annahmen bzw. Botschaften werden fragwürdige oder falsche Thesen zu unhinterfragtem Allgemeinwissen gemacht (s. Hypnosetechnik Präsupposition). Ein Beispiel ist die Aussage: "Gender Studies erforschen Geschlechterhierarchien."
    Fällt Ihnen etwas auf?
    Lösung siehe unten.
  4. Selbstbeweihräucherung durch Attribute wie progressiv, emanzipatorisch (besonders dreist bei der selbsternannten "Emanzipationsministerin in NRW") oder aufklärerisch.
  5. Einseitige selektive Wahrnehmung und unzulässige Verallgemeinerungen
  6. Appelle an den männlichen Beschützerinstinkt
  7. Begriffsverschiebungen (oft nicht klar zu trennen von Falschaussagen), insb. bei den Kampfbegriffen Gender, Gender Pay Gap, geschlechtergerecht, Geschlechterhierarchie, Gleichstellung, Rape Culture, Sensibilisierung, Sexismus, Stereotyp, Wertschätzung.
  8. juristisch unhaltbare Argumentationen (s. anschließend)
  9. dummdreiste Sprüche, z.B.
    "Bist du für Gleichberechtigung, bist du Feministin. So einfach ist das!".
    Entgegnung: "Yep. Ißt du einen Döner, bist du ein Türke. So einfach ist das!"

Juristisch unhaltbare Argumentationen

  1. "Blutrache"-Argumentationen:
    Sehr gerne werden Argumente auf Basis des Blutrache-Prinzips vorgebracht, das an anderer Stelle diskutiert wird und eindeutig abgelehnt wird.
  2. Konstruierte Diskriminierungen:
    Bei vielen Gelegenheiten werden anhand von mehr oder weniger willkürlich gebildeten Menschengruppen Nachteile konstruiert, der Nachteil wird als mehr oder minder bewußte Diskriminierung umgedeutet. Den Nichtbenachteiligten wird dabei die aktive Rolle eines Diskriminierenden zugewiesen. Dies kann als rhetorischer Trick eingesetzt werden, ist aber im Kern ein sachlicher Denkfehler und wird daher an anderer Stelle ("Nachteile vs. Diskriminierungen") diskutiert.
  3. Rechtsfreie Räume innerhalb von Kollektiven:
    Ein oft gehörtes Argument (oft im Zusammenhang mit Blutrache-Argumentationen, aber logisch anders gelagert) ist: "Gewalt gegen Männer spielt keine Rolle, weil meistens auch Männer die Täter sind."
    Nach dem gleichen Denkmuster spielt es keine Rolle, wenn ein Mafioso einen Italiener umbringt (beides Italiener) oder eine Mutter ihre Tochter (beide in der gleichen Familie).
    Auch hier werden wieder (willkürlich) Kollektive gebildet und das Innenverhältnis innerhalb eines Kollektivs zu einer Art rechtsfreiem Raum erklärt, in dem der Staat sein Gewaltmonopol aufgibt, auf die nachhaltige Verfolgung von Straftaten verzichtet und/oder die Opfer von Straftaten nicht unterstützt. Eine offensichtlich unhaltbare Argumentation.
  4. Definitionsmacht und Privilegientheorie:
    Der Vollständigkeit halber sei hier noch hingewiesen auf das Definitionsmacht-Konzept und die Privilegientheorie.
    Manche rhetorischen Tricks unterstützen legitime und diskussionswürdige feministische Sichtweisen, im Endeffekt schadet die Trickserei mehr als sie nutzt. Im Gegensatz dazu handelt es sich beim Definitionsmacht-Konzept und der Privilegientheorie um prinzipielle Denkfehler bzw. völlig inakzeptable juristische Argumentationen, die rhetorischen Tricks dienen nur dazu, dies zu kaschierten und sind auch nur in diesem Zusammenhang zu erkennen. In diesen Fällen ist es wichtiger, die Argumentationsfehler als solche zu erkennen und inhaltlich zu widerlegen.


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Allgemein eingesetzte Methoden

Hypnosetechniken am Beispiel von Triggerwarnungen


Man fragt sich oft, warum z.B. manche (weiblichen) Radikalfeministen schon das freundliche Aufhalten einer Tür als sexistischen Akt auffassen und ihre maßlose Empörung darüber durch einen Twitter-#Aufschrei abreagieren müssen. Ähnlich übertrieben wirkt die Anprangerung vieler Texte auf hatr.org, die ein normaler Mensch als berechtigte Kritik am Feminismus ansehen würde, als moralisch zu verabscheuender "Haß". Teilweise wird spekuliert, frühere traumatisierende Vorkommnisse könnten die Ursache für diese Fanatisierung sein. Diese sind in medizinisch relevanter Form aber sehr selten und kommen allenfalls in Einzelfällen als Erklärung infrage.

Viel offensichtlicher ist allerdings der Einsatz von Hypnosetechniken (teilweise auch aus der NLP bekannt), mit denen die scheinbare Traumatisierung systematisch erzeugt wird. Ein massenhaft eingesetzte Hypnosetechnik sind Triggerwarnungen. Eine Triggerwarnung hat die Bedeutung:

Wenn Du den folgenden Text liest, kann es passieren, daß Du mit seelischen Grausamkeiten konfrontiert wirst und dadurch psychisch schwer geschädigt wirst.
Hier werden mehrere bekannte hypnotische Sprachmuster (s. Hans-Peter Zimmermann: Hypnose im Alltag - Hypnotische Sprachmuster in Politik, Verkauf und Werbung. hpz.com, 1998/2014. http://hypnoseausbildung.com/Hypnose-im-Alltag.pdf) eingesetzt:
  1. Präsupposition, also implizite Zustimmung zu "Fakten":
    Wer die "wohlgemeinte" Warnung akzeptiert, hat unterbewußt zwei Aussagen zugestimmt, die man bei vollen Bewußtsein sehr kritisch hinterfragen würde und die vorwegnehmen, wie der Text bei der anschließenden Lektüre wahrgenommen und bewertet wird:
    1. Der folgende Text enthält seelischen Grausamkeiten.
    2. Die Grausamkeiten sind so schlimm, daß Du ihnen hilflos ausgeliefert bist und sie schwere Schäden anrichten.
    Man kann dies auch als eingebetteten Befehl ansehen, den kommenden Text im gewünschten Sinne zu interpretieren.
  2. Steigerung des Rapports (Rapport = Beziehungsqualität zwischen Hypnotisanden und Hypnotiseur):
    Der Warnende nimmt die Position des Fürsorgenden ein, der sich für das Wohlergehen des bedrohten Lesers kümmert.
  3. Ambiguität:
    es wird nicht gesagt, welche konkreten Grausamkeiten der Text enthält. Die Suche danach wird - vor allem in weniger eindeutigen Fällen, die für die Fanatisierung wichtig sind - implizit dem Leser aufgebürdet. Die Suche danach, worin die konkrete Grausamkeit genau besteht, absorbiert die Aufmerksamkeit und lenkt von der eigentlichen Frage ab, ob überhaupt eine nennenswerte Grausamkeit vorhanden ist, denn diese prinzipielle Aussage ist als Präsupposition schon akzeptiert.
Oft muß erst explizit ein weiterer Button geklickt werden, ehe der traumatisierende Text freigegeben wird. Durch diese theatralische Gestik und ggf. eine andere Schrifttype oder andere Symbole wird die Gefährlichkeit des Textes besonders herausgestellt.

Die Hypnosetechniken in Triggerwarnungen wirken sowohl bei "Anfängern", die dazu gebracht werden sollen, eine radikalfeministische Wahrnehmung der Realität zu übernehmen, als auch bei Fortgeschrittenen, die damit das Vertrauen in die Wahrheiten der inneren Gruppe verstärken. Bei Fortgeschrittenen dienen Triggerwarnungen allerdings mehr als Symbol für die Gruppenzugehörigkeit bzw. zur Schaffung einer Gruppenidentität.

Eine relativ ähnliche Bewertung von Triggerwarnungen wird in "Zur feministischen Produktion von Verwundbarkeit" präsentiert: dort wird deren Effekt von Triggerwarnungen als Nocebo-Effekt erklärt.

Der Einsatz hypnotischer Sprachmuster läßt sich auch beim Begriff Gender Mainstreaming leicht nachweisen.



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Selektive Wahrnehmung und unzulässige Verallgemeinerung


Niemand kann alles wissen und alle Aspekte der Realität wahrnehmen. Was einen selber betrifft, nimmt man weitaus deutlicher wahr als anderes. Das ist auch ein gutes Recht, jeder muß für sich selber sorgen.
Interessengegensätze laufen daher oft darauf hinaus zu bestimmen, wessen Probleme als die wichtigeren und einzig wahrzunehmenden positioniert werden. Das klappt besonders gut mit emotional besetzten Themen, in denen besonders bewegende Einzelfälle geschildert werden und von dort aus z.B. auf "die Männer" verallgemeinert wird.

Beispiel: Bei der Beziehungsanbahnung wird üblicherweise vom Mann erwartet, den "entscheidenden move" zu tun (wenn man nicht als Schmerzensmann gelten will). In Einzelfällen geht das gründlich daneben bis hin zu strafbaren Handlungen. Eine offensichtliche Strategie ist, die selektiven Wahrnehmung auf diese Ausnahmefälle einzugrenzen. Ausnahmefälle werden so zum Normalfall hochgewichtet und der Status von Frauen als Opfer männlicher Aggression verstärkt.



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Feministische Rhetorik: Appelle an den männlichen Beschützerinstinkt


In unserer Kultur gilt es als selbstverständlich, daß Männer als Kompensation für ihre historischen Privilegien Frauen bei diversen Gelegenheiten zu bevorzugen haben: Frauen und Kinder zuerst in die Rettungsboote, Tarzan rettet Jane, Männer löschen den Brand usw. Dieses Verhaltensmuster ist auch als Damsel in Distress- bzw. Fräulein in Nöten-Syndrom bekannt.

Im Rahmen von Gleichstellungsdiskussionen wird es gerne dahingehend umfunktioniert, daß Männer die Verantwortung dafür tragen, daß Frauen besser bezahlt werden oder bei Interessenkonflikten zwischen Männern und Frauen die Oberhand behalten. Es ist oft verblüffend zu beobachten, wie die gleichen Diskutanten erst die Fähigkeiten von Frauen anpreisen (mindestens so gut wie die Männer, wenn nicht besser) und bei nächster Gelegenheit Sonderrechte und Bevorzugungen für Frauen fordern, weil sie sich sonst gegen die Männer nicht durchsetzen können.

Noch eine Warnung: man kann sich als heterosexueller Mann nur schwer vom Beschützerinstinkt freimachen. Ohne hier eine Diskussion starten zu wollen, ob der Beschützerinstinkt anerzogen oder evolutionsbiologisch in den Männerhirnen eingebrannt ist, man(n) wird sehr häufig an sich beobachten, daß man sich Frauen gegenüber hilfsbereiter als Männern gegenüber verhält.



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Einzelne Kampfbegriffe

Feministische Rhetorik: der Kampfbegriff "geschlechtergerecht"


Der Begriff geschlechtergerecht wird in diversen Kontexten benutzt, z.B. geschlechtergerechte(r) Sprache / Erziehung / Schreibweise / Schule / Unterricht, um die wichtigsten Ergänzungsvorschläge von google zu nennen. Benutzt wird der Begriff fast nur von feministischen Akteuren, im normalen Sprachgebrauch kommt er kaum vor.

Generell ist der Begriff "gerecht" positiv besetzt, derjenige, der ihn benutzt, schmückt sich mit der Unterstellung, man würde Gutes tun und die Gerechtigkeit vertreten. Was mit Gerechtigkeit gemeint ist, ergibt sich nur aus dem Kontext der Stelle. Die Sprache auf diesem Blog ist beispielsweise geschlechtergerecht, weil systematisch das generische Maskulinum verwendet wird und daher niemand bevorzugt wird. Andere haben andere Vorstellungen, unter welchen Bedingungen Ausdrucksweisen geschlechtergerecht sind. Bei den kontroversen Themen herrscht gerade keine einheitliche Vorstellung darüber, was gerecht oder richtig ist.

Die Benutzung des Begriffs geschlechtergerecht ist daher ein plumper Trick, den eigenen (feministischen) Standpunkt als moralisch überlegen darzustellen und den konkurrierenden Standpunkt als ungerecht und damit unmoralisch zu diskreditieren.

Wenn der Begriff geschlechtergerecht benutzt wird, sollte man, sofern möglich, sofort nachhaken und fragen, worin das Unrecht bestehen soll und welche Partei im Geschlechterkrieg diesen Standpunkt vertritt, und ob denn der Standpunkt der Gegenpartei tatsächlich ein Unrecht darstellt.



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Feministische Rhetorik: der Kampfbegriff "zugewiesenes Geschlecht"


Dieser Kampfbegriff wird vor allem von Transsexuellen-Aktivisten verwendet, üblicherweise in der Behauptung, einem Kind werde nach der Geburt ein Geschlecht zugewiesen.

Korrekt ist, daß ein neugeborenes Kind anhand der äußerlich erkennbaren Merkmals als Junge, Mädchen oder (in sehr seltenen Ausnahmefällen) als uneindeutig klassifiziert wird. Diese Geschlechtsbestimmung ist objektiv und bezieht sich auf biologisch erkennbare Merkmale, also das biologische Geschlecht des Kindes.

Der Begriff "Zuweisung" unterstellt begrifflich, daß eine Person (oder Instanz) A einer anderen Person B einen Sitzplatz, eine Rolle, eine Aufgabe o.ä. zuweist, und zwar aus einer Machtposition heraus und willkürlich, ggf. auch böswillig. In der virtuellen Realität, in der feministische Aktivisten leben, ist die Klassifizierung als Mädchen zugleich eine willkürliche Verurteilung zum lebenslänglichen Leiden als unterdrückte Frau auf der untersten Stufe der Geschlechterhierarchie.

Die Unterstellung, die objektive Bestimmung des biologischen Geschlechts sei willkürlich, ist völlig absurd. Begrifflich wird hier versucht, die Bedeutung des biologischen Geschlechts für die Entwicklung einer Person zu leugnen und als einzig zulässige Interpretation von "Geschlecht" den Kampfbegriff "Gender" durchzusetzen.

Im Kampfbegriff "zugewiesenes Geschlecht" versteckt ist ferner die Behauptung, das "Geschlecht" einer Person sei sozial konstruiert und man könne aus dem biologischen Geschlecht keinerlei Schlußfolgerungen über die Geschlechtsidentität ziehen. Richtig ist das Gegenteil: Heterosexuelle haben einen Anteil von ca. 98% an der Bevölkerung, das biologische Geschlecht eines Neugeborenen erlaubt also eine sehr zuverlässige Prognose der erst viele Jahre später erkennbaren sexuellen Attraktion (androphil oder gynophil) und Geschlechtsidentität.



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Feministische Rhetorik: der Kampfbegriff "Geschlechterhierarchie"


Ein sehr beliebter Begriff in der feministischen Rhetorik ist "Geschlechterhierarchie", z.B. in Sätzen wie "Gender Studies erforschen Geschlechterhierarchien." Man verspürt ein Brauchgrimmen, weiß aber anfangs nicht genau, wieso.

Lesepause und Aufgabe: finden Sie die versteckte Botschaft.

Auflösung:
Der harmlos klingende Satz enthält zwei Unterstellungen bzw. implizite Aussagen:

  1. Männer und Frauen (+ ggf. ca. 72 weitere "Geschlechter") bilden jeweils Menschengruppen, die einander gegenüberstehen wie zwei Fußballmannschaften, also einheitliche Interessen und Ziele haben, die gegen die andere Partei gerichtet sind, oder die sozial einheitlich behandelt werden.
  2. Diese Parteien kann man als ganze in einer Hierarchie anordnen, eine von beiden wird benachteiligt oder mißachtet oder irgendwie diskriminiert.
Die erste Aussage ist in dieser pauschalen Form völliger Unsinn; bei vielen anderen feministischen Argumentationen wird dem heftigst widersprochen und es wird betont, daß die Unterschiede innerhalb der Geschlechter viel größer seien als die Unterschiede zwischen den Geschlechtern (dies ist ein weiteres Beispiel von Doublespeak im Feminismus).

Die zweite Aussage appelliert an implizit unterstelltes Allgemeinwissen (so ähnlich wie Ironie): die Geschlechter sind keineswegs irgendwie angeordnet, sondern dank jahrzehntelanger feministischer Meinungsbildung ist implizit klar, daß das Patriarchat immer und überall die Frauen unterdrückt.

Die im Begriff "Geschlechterhierarchie" versteckte Botschaft lautet also: "Männer unterdrücken Frauen, und zwar in einem Ausmaß, das einen ganzen Forschungszweig rechtfertigt".

Man kann diese versteckte Botschaft übrigens argumentativ sehr leicht sichtbar und damit unwirksam machen, indem man als Maskulist begeistert zustimmt und das implizite Vorwissen austauscht: Männer werden gesetzlich umfangreich diskriminiert und teilweise ihrer Grundrechte beraubt, sind also Bürger zweiter Klasse, Frauen stehen in der Hierarchie über den Männern. Dagegen sollte wirklich etwas unternommen werden!



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Feministische Rhetorik: der Kampfbegriff "Mansplaining"


Mansplaining ist ein Schachtelwort, das aus "man" (englisch: Mann) und "explaining" (Gerundium zum Verb to explain, erklären) gebildet wird. Mansplaining ist Gerundium zu to explain. Man kann 3 Hauptvarianten der Benutzung unterscheiden:

  1. Ein Mann erklärt irgendetwas weitschweifig einer Frau, was diese tatsächlich besser weiß, unterstellt also, sie wüßte es nicht. Historisch war eine entsprechende Episode bzw. der Text "Men Explain Things to Me" von Rebecca Solnit der Auslöser zum Bekanntwerden des Begriffs (vgl. Lexikoneintrag bei Merriam-Webster). Derartiges Mansplaining ist in der Tat schlechtes Benehmen.
  2. Abwertung von Diskussionsbeiträgen bzw. Meinungen von Männern (egal welcher Länge) zu Themen, die Frauen betreffen oder allgemeiner bei denen Frauen die alleinige Diskurshoheit beanspruchen, z.B. weil nur sie davon (direkt) betroffen sind und Männer als themenspezifisch inkompetent hingestellt werden. Vgl. Urban Dictionary-Eintrag: "Stating verifiable facts that are inconvenient to the feminist worldview." In manchen Fällen wird dies auch als gutgemeinter Sexismus ("benevolent sexism") bezeichnet.
  3. Abwertung von thematisch beliebigen Diskussionsbeiträgen bzw. Meinungen von Männern. Der Mansplaining-Vorwurf ist hier eine reine Silencing-Strategie, die Männern den Mund verbieten soll, typischerweise aus einer feministischen Machtposition heraus oder z.B. in sozialen Netzwerken verbunden mit der Drohung, einen Twitter-Mob auf jemanden loszulassen und ihn an den Pranger zu stellen (Beispiel).
Mansplaining ist in zweierlei Hinsicht ein Kampfbegriff. Erstens ist der Mansplaining-Vorwurf bei der Bedeutung Nr. 1 gerechtfertigt, dies wird heimlich auf die beiden anderen Bedeutungen übertragen, obwohl der Vorwurf dort nicht mehr gerechtfertigt ist.

Zweitens ist ein oberlehrerhaftes Verhalten keineswegs auf die hier unterstellte Rollenverteilung beschränkt, sondern tritt mit beliebigen Rollenbesetzungen auf. Darauf deutet auch die analoge Wortbildung Femsplaining (bzw. Womansplaining oder Feminisplaining, das eher auf feministische Frauen deutet) für die vertauschten Rollen hin, die selten und am ehesten in der ersten o.g. Bedeutung benutzt wird. Das beste Beispiel für Femsplaining ist die Geschlechterdebatte selbst, in der Frauen extrem oberlehrerhaft auftreten und dies aufgrund ihrer Machtpositionen auf können. D.h. oberlehrerhaftes Verhalten ist als Phänomen und Problem nicht geschlechtsspezifisch, wird aber als geschlechtsspezifisches Problem sozial konstruiert. Diese gelenkte selektive Wahrnehmung reiht sich ein in die diversen Propagandatechniken, mit denen Frauen als immerwährende Opfer Männern dargestellt werden.



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Feministische Rhetorik: der Kampfbegriff "Rape Culture" bzw. "Vergewaltigungskultur"


Ein weiterer sehr beliebter Begriff in der feministischen Rhetorik ist "Rape Culture" bzw. "Vergewaltigungskultur". Er wird oft isoliert als diffuser Vorwurf in den Raum gestellt, oft wird aber auch der Kultur in Deutschland oder bestimmten Personengruppen der Vorwurf gemacht, eine "Rape Culture" zu sein bzw. eine solche zu unterstützen (eines von zahllosen Beispielen: Lohaus (2016)). Die Ereignisse der Kölner Sylvesternacht führten Anfang 2016 zu mehreren Kampagnen, u.a. #ausnahmslos, mit denen feministische Akteurinnen bzw. Medien die These von einer Vergewaltigungskultur propagierten.

Definition

Eine typische Definition dieses Begriffs lautet wie folgt:
"Rapeculture sind die unzähligen Arten, auf die Vergewaltigung stillschweigend und offenkundig begünstigt und angespornt wird, so dass sie unsere Kultur bis in die hinterste Ecke durchdrungen hat. ... Eine Rapeculture ist ein Glaubenssystem, dass männliche, sexuelle Aggression fördert und Gewalt gegen Frauen unterstützt. ... Eine Vergewaltigungskultur dulded physischen und emotionalen Terrorismus gegen Frauen als die Norm."
Auch Objektifizierung von Frauen und Pornographie werden teilweise als Indiz für oder sogar als Äquivalent von Rape Culture angegeben.

Der Begriff "Rape" bedeutet Vergewaltigung, allerdings wird er in feministischen Kreisen meist unterschiedslos für alle Arten von sexueller Belästigung verwendet, darunter auch nicht strafbare bis hin zu einer als unpassend empfundenen bzw. unhöflichen Ansprache, ferner speziell in der Wortkonstruktion "Rape Culture" auch für angedrohte (aber nicht ausgeführte) und nur befürchtete, imaginierte Vergewaltigungen. Beispielsweise nehmen Frauen, die intensiv feministisch indoktriniert wurden, jeden Mann als akut gefährlichen Gewaltverbrecher wahr, der jederzeit, z.B. bei einer Begegnung auf der Straße oder bei einer Fahrt in einem Aufzug, zu einer Vergewaltigung fähig und willens ist. Bei so konditionierten Frauen kann jeder Mann jederzeit eine Panikattacke auslösen.

Implizite Falschaussagen

"Kultur" ist ein sehr vielfältiger Begriff. In Verbindungen wie Eßkultur steht er für eine Menge von Gebräuchen und Gewohnheiten, die allgemein akzeptiert und meistens positiv konotiert sind und die im Alltag ständig routinemäßig praktiziert werden. Negativ besetzte Gebräuche werden i.d.R. nicht als Kultur bezeichnet, sondern eher als Unsitte.

Die Unschärfe des Kulturbegriffs und die uferlose Ausdehnung des Begriffs Vergewaltigung werden systematisch eingesetzt, um unterschwellig wahrheitswidrige Aussagen zu vermitteln. Wenn diese Aussagen explizit wären, würde man sie meist sofort als feministische Falschaussagen über Beziehungen und Sexualität identifizieren. Die impliziten Aussagen postulieren wahrheitswidrig,

  • daß Vergewaltigungen ein im Alltag ständig praktiziertes Verhalten sind (Details s.u.)
  • daß Vergewaltigungen allgemein akzeptiert und positiv konotiert sind; richtig ist das genaue Gegenteil: Vergewaltigungen sind nach Mord und Totschlag die am schärfsten bestraften Verbrechen und auch informell sozial schärfstens geächtet
  • daß generell alle Männer als wahrscheinliche Vergewaltiger anzusehen sind; insofern ist die Benutzung dieses Begriffs eindeutig ein Sexismus gegen Männer
  • daß Frauen ständig bedroht sind und einen immerwährenden Opfer-Status haben.
Ziel dieser Desinformationen ist,
  • Frauen zu verängstigen und den Feminismus als "Lebensretter" der bedrohten Frauen zu positionieren (daß auch Männer und insb. Jungen Opfer von Vergewaltigungen durch Frauen werden, wird wie üblich ausgeblendet).
  • verfassungfeindliche Rechtsprinzipien wie das Definitionsmacht-Konzept zu propagieren bzw. durchzusetzen
  • bisher nicht strafbare Formen von Belästigung mit Gewaltverbrechen gleichzusetzen und das Sexualstrafrecht dahingehend zu verschärfen, es Frauen möglichst leicht zu machen, Männer zu kriminalisieren (hierzu dient auch die Gleichsetzung von Rape Culture und dem beliebig dehnbaren Begriff sexuelle Gewalt).
Inhaltlich sind die impliziten Unterstellungen im Begriff "Rape Culture" völlig unhaltbar. Fakten hierzu s. separate Seite über Falschaussagen über Beziehungen und Sexualität. Es ist völlig absurd, bei den heute feststellbaren Größenordnungen davon zu reden, Vergewaltigung sei ein im Alltag ständig praktizierten Verhalten, und Frauen einzureden, sie seien akut von Vergewaltigung bedroht, sobald sie die Straße betreten. Hiermit sollen die tatsächlichen Fälle nicht verharmlost werden, und je nach dem sozialen Umfeld, in dem man sich bewegt, kann das Risiko massiv erhöht sein. Umgekehrt ist aber im Regelfall im Alltag kein nennenswertes Risiko vorhanden.

Weitere Propagandatechniken: "Überlebende" und "victim blaming"

Um den Opfer-Status von Frauen noch mehr zu betonen, werden Opfer eines "rapes", also z.B. einer groben sexuellen Belästigung, regelmäßig als "survivor" ("Überlebende") bezeichnet. Implizit wird damit ausgesagt, daß ein "rape" lebensbedrohlich ist, also wegen der vorhandenen Absicht äquivalent zu einem Mord bzw. Mordversuch.

Als weiterer Beweis einer Vergewaltigungskultur werden oft Ratschläge an Frauen gewertet, sich nicht unnötig in Gefahr zu begeben, indem man nachts in sexuell aufreizender Aufmachung durch dunkle Viertel läuft. Diese Ratschläge werden als "victim blaming" bezeichnet, weil hier vordergründig einen potentiellen Opfer einer Straftat geraten wird, Präventivmaßnahmen zu ergreifen. Hieraus zu schlußfolgern, die Straftat würde deswegen gutgeheißen, ist allerdings völlig absurd. Wenn man seine Wertsachen im Menschengedränge nicht offen herumträgt, sondern sie als Präventivmaßnahme gegen Taschendiebstahl gut versteckt, hat man damit den Taschendiebstahl nicht entschuldigt und auch keine "Kultur des Taschendiebstahls" propagiert.

Grundsätzlich ist es Aufgabe des Staates bzw. der Polizei, Straftaten zu verhindern, praktisch kann nicht an jeder Ecke ein Polizist stehen. Es ist also völlig normal, selber zu einer Minimierung des Risikos, Opfer einer Straftat zu werden, durch Präventivmaßnahmen beizutragen.

Quellen

Der Begriff "rape culture" ist insb. in den USA verbreitet. Nachfolgend eine kleine Auswahl von Quellen, die im Detail auf die gefälschten Statistiken und Propagandatechniken beim Einsatz des Begriffs eingehen:


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Feministische Rhetorik: der Kampfbegriff "Sensibilisierung"


Der Begriff Sensibilisierung wird gerne im Rahmen einer geschickten Umdeutung dazu verwendet, feministische Propaganda zu kaschieren und/oder eine feministisch verzerrte Realitätswahrnehmung moralisch aufzuwerten.

Die Wikipedia definiert Empfindlichkeit oder Sensibilität als Einfühlungsvermögen bzw. Empathie bzw. als Feinfühligkeit. Der Duden nennt als Synonyme für sensibel u.a. einfühlsam, empfindsam, rücksichtsvoll und taktvoll, aber auch zartbesaitet, schmerzempfindlich, heikel und diffizil.

Generell ist der Begriff sensibel im Sinne einer Charaktereigenschaft einer Person positiv besetzt und deutlich weiblich konotiert. Sensible Personen sind daher moralisch höherstehend als unsensible. Diese positive moralische Wertung überträgt sich auch auf jemanden, der andere Personen sensibilisiert, also sensibler als vorher macht, d.h. eine Sensibilisierung ist ein ethisch unangreifbarer Vorgang. Diese positive Prägung wird deutlich, wenn man versuchsweise von einer Sensibilisierung

  • für unerlaubten Lärm bei abendlichen Feiern in der Nachbarschaft,
  • für von Ausländern begangene Verkehrssünden oder
  • für den Verzehr von Eiern nicht artgerecht gehaltener Hühner
spricht. Der Begriff Sensibilisierung wirkt hier unsinnig, denn Empfindlichkeit hat in diesen Zusammenhängen eher eine negative Bedeutung (im Sinne von lästig oder nervtötend sein). Die Intensivierung dieser negativen Eigenschaft paßt nicht zur positiven Prägung des Begriffs Sensibilisierung. Man würde diese Sensibilisierungen eher als Aufstachelung oder Unfriedestiften bezeichnen.

In der feministischen Propaganda wird der Begriff z.B. in der Verbindung Sensibilisierung für geschlechtstypische Zuschreibungen verwendet. Ziel ist aber nicht, die sensibilisierte Person empathischer und friedfertiger zu machen, sondern Kritik an den geschlechtstypischen Zuschreibungen üben zu können und Situationen, die bisher für die "unsensiblen" Personen kein Problem waren, zu problematisieren.

M.a.W. soll die feministisch verzerrte Realitätswahrnehmung vermittelt werden, daß Geschlechterunterschiede immer erkennungs- und erklärungsbedürftig und, weil per se schlecht, behandlungsbedürftig sind, da Frauen typischerweise die Opferrolle einnehmen. Diese Wahrnehmung ist allerdings äußerst umstritten, während die normalerweise mit Sensibilität verbundenen Realitätswahrnehmungen unstrittig positiv besetzt sind. D.h. die intendierte Veränderung der Realitätswahrnehmung kann eher als Indoktrination bzw. Gehirnwäsche bezeichnet werden. Bei der speziellen Sensibilisierung von Männern und der dort angestrebten "Reflektion der eigenen Konstruktion von Männlichkeiten inklusive eigener Position als Mann" geht es offensichtlich auch darum, im Sinne einer Gehirnwäsche das Selbstvertrauen zu zerstören.

Insgesamt wird letztlich hinter dem positiv besetzten Begriff Sensibilisierung nur feministische Indoktrination versteckt.

Der Begriff sensibel wird auch häufig in der Verbindung "geschlechtersensible Gestaltung von ..." (Unterricht, Tarifverträgen, Toiletten, Fahrkartenautomaten, ...) benutzt. Der Begriff geschlechtersensibel ist eigentlich unsinnig, eine Person kann einfühlsam und taktvoll zu einer Person anderen Geschlechts sein, ein Tarifvertrag kann dies nicht. Unter dem Deckmantel des positiv besetzten Begriffs "sensibel" soll hier nur die Gender-Mainstreaming-Ideologie propagiert werden, wonach man alles und jedes als Gegensatz zwischen Männern und Frauen interpretieren kann.



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Feministische Rhetorik: der Kampfbegriff "Wertschätzung" von Frauen


Eine sehr beliebte Argumentation ist, Gleichberechtigung sei nicht erreicht, solange alles weibliche als minderwertig angesehen werde, wobei die geringe Wertschätzung von Frauen durch die (schlechte) Bezahlung weiblich dominierter Berufe bewiesen wird. Und solange Frauen derart mißachtet werden, müssen eben Quoten her, die Frauen auf hochbezahlte Stellen bringen, oder zwangsweise Anhebungen der Vergütungen für einen Ausgleich sorgen.

Als Maskulist reibt man sich an dieser Stelle verwundert die Augen angesichts der Tatsache, daß Männer seit Jahrzehnten systematisch moralisch diskreditiert und als Quellen Übels hingestellt werden. Noch weniger wertgeschätzt werden kann man eigentlich kaum, sollte man denken.

Versuchen wir dennoch, uns der selektiven feministische Wahrnehmung anzunähern. Die Denkfehler und Argumentationstricks im einzelnen:
  1. Es wird suggeriert, weiblich dominierte Berufe seien schlechter bezahlt, weil bzw. nachdem dort viele Frauen arbeiten. Dies ist Unsinn. Es gibt keine Tarifverträge oder Beamtenbesoldungsgesetze, nach denen Frauen schlechter bezahlt werden als Männer. Auch sind nach Verdrängung der Männer aus manchen Berufen (z.B. Grundschullehrer) die Gehälter nicht anders geworden, nur die Intensität der Klagen darüber.
    Korrekt ist allenfalls, daß durch die feministischen Umwälzungen inzwischen fast jede Frau einen vollen Arbeitsplatz anstrebt. Dadurch ist das Arbeitskräfteangebot in den Berufen, die Frauen bevorzugen (``irgendwas mit Medien''), massiv vergrößert worden, ohne daß die Nachfrage nach Arbeitskraft größer geworden wäre. Sofern nicht in gleichem Umfang Männer aus dem Arbeitsmarkt herausgedrängt wurden, ergibt sich ein teilweise massives Überangebot an Arbeitskraft. Da auch für Löhne Marktgesetze gelten, führt dies zu fallenden Gehältern (auch für Männer). Es ist unqualifiziert bzw. zynisch gesagt eine politische Meisterleistung, diese Marktmechanismen als geringere gesellschaftliche Wertschätzung von Frauen zu verkaufen und damit Diskriminierungen von Männern durchzusetzen.
  2. Es wird (umgekehrte) Rosinenpickerei betrieben. Geflissentlich übersehen wird, daß es viele große Berufsfelder gibt, die inzwischen weiblich dominiert sind oder sehr hohe Frauenanteile haben und in denen keineswegs schlecht bezahlt wird, z.B. Lehrerberufe, Ärzte, Juristen bzw. Richter oder viele Managementberufe.
    Dies sind eindeutige Gegenbeispiele zu der pauschalen Behauptung, die Arbeit von Frauen würden generell nicht wertgeschätzt.
  3. Der Begriff "Wertschätzung" ist unscharf definiert und bedeutet in verschiedenen Kontexten etwas anderes (rhetorischer Trick: Arbeiten mit vagen Begriffen, die man nach Bedarf unterschiedich präzisiert):
    • in der öffentlichen Meinung, namentlich in den Medien, wird er oft im Sinne von Image benutzt. Das Image vieler Berufe hat wenig mit der Realität zu tun, ist medial verzerrt und eher ein Glaube, was andere darüber denken, als eine eigene qualifizierte Einschätzung. Man kann das Image kaum messen und daher leicht beliebige, nicht widerlegbare Aussagen in die Debatte einbringen.
    • im persönlichen Umfeld, z.B. bei der Wertschätzung unter Kollegen, in der Familie oder im Bekanntenkreis, das man als in diesem Beruf Tätiger erlebt
    • bei der Berufswahl
  4. Der Begriff (öffentliche) "Wertschätzung" wird falsch bzw. einseitig definiert (rhetorischer Trick: selektive Wahrnehmung). Die Wertschätzung eines Berufs drückt sich nicht nur im Durchschnittsgehalt aus, sondern auch im Sinne des ethischen Werts der Tätigkeit: Tätigkeiten, bei denen Menschen geholfen wird (z.B. Gesundheit, Pflege), haben einen höheren ethischen Wert als Tätigkeiten, die "nur" mit Dingen zu tun haben oder nur dem Geldscheffeln dienen (z.B. Börsenzocker). Bei Image-Umfragen, wie hoch angesehen verschiedene Berufe sind, stehen ethisch wertvolle, aber mäßig bezahlte Berufe regelmäßig auf hohen Positionen.
  5. Die wichtigste Nutzung des Begriffs "Wertschätzung" findet bei der Berufswahl statt. Es drängt sich die Frage auf:

    Warum gehen denn so viele Frauen freiwillig in diese "nicht wertgeschätzten" Berufe?

    und das trotz endloser Aufklärungskampagnen? Ganz einfach, für die Beurteilung eines Berufs spielt eben nicht nur das Gehalt eine Rolle, sondern auch
    • Länge und Schwierigkeitsgrad der Ausbildung
    • der ethische Wert der Tätigkeit
    • Spaß bei und Interesse an der Arbeit (Arbeit ohne menschliche Kontakte gilt speziell bei Frauen als sehr unattraktiv), intellektuelle Herausforderungen, Möglichkeiten zu persönlichen Weiterentwicklung usw.
    • zu erwartendes persönliches Arbeitsumfeld (Kollegen, Ambiente, ...)
    Ein wesentlicher Unterschied zwischen Männern und Frauen besteht allenfalls darin, daß Männer den finanziellen Aspekt weitaus höher bewerten als die anderen Aspekte, während Frauen unter dem Schlagwort "ausgeglichene Work-Life-Balance" keine stressigen Berufe wählen, wo sie im Endeffekt vor allem für die Steuerprogression arbeiten.


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