Inhalt

Einstiegslektüre:

* Maskulismus in zwei Minuten
* Kernthemen und -Forderungen
* Maskulismus für Anfängerinnen

"Maskulismus die radikale Ansicht,
daß Männer keine Schweine sind,
sondern Menschen."

Hauptthemen:

* Maskulismus
* Feminismus und feministische Politik
* Gender-Studies und feministische Theorie
* Feministische Rhetorik und Kampfbegriffe
* Medien und feministische Propaganda

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Sprachmanipulationen des Feminismus





Inhaltsübersicht

Sprachmanipulationen des Feminismus



Sprachmanipulationen des Feminismus

Übersicht


Zu den sichtbarsten Errungenschaften des Feminismus gehören Manipulationen an der deutschen Sprache.

Arten von Sprachmanipulationen

Seit rund 20 Jahren ist in allen "öffentlichen" Institutionen gegenderte Ausdrucksformen vorgeschrieben und die ersatzweise Benutzung des sogenannten generischen Maskulinums formal verboten oder durch informelle Mechanismen ausgeschlossen. Außerhalb der Bereiche, die dem Staatsfeminismus untergeordnet sind, u.a. in fast allen Pressetexten oder in der Belletristik, werden diese Sprachverformunghen nicht akzeptiert, da sie oft zu uneleganten und umständlichen sprachlichen Verrenkungen ("Der oder die Vereinsvorsitzende oder seine oder ihre Stellvertreterin oder sein oder ihr Stellvertreter leitet die Sitzungen.") oder teilweise absurden, sinnentstellenden Vermeidungskonstruktionen ("der stehende zu Fuß Gehende", "der träumende Studierende") führt.

In neuerer Zeit stellen radikalere feministische Strömungen die Forderung auf, bei jeder sprachlichen Gelegenheit Tiefstriche ("Mörder") oder Sternen ("Frauen*", "Vergewaltiger") zu benutzen, die als expliziter Hinweis auf Intersexuelle und andere sehr kleine Minderheiten zu verstehen sind. Die Spracheingriffe betreffen hier die elementare Syntax. Es ist nicht klar, wie diese Sonderzeichen auszusprechen sind. Bisher übliche gegenderte Formen wie "Schüler" werden strikt abgelehnt, weil sie als heteronormativer Sexismus gelten [heteronormativ = Zwang, sich für eines der Geschlechter männlich bzw. weiblich zu entscheiden].

Von besonders fanatischen Protagonisten werden noch weitergehende Verformungen der Sprache gefordert, z.B. aus-x-en von Wortbestandteilen, die ein Geschlecht oder die Zugehörigkeit zu einer privilegierten, Gruppe andeuten könnten, oder beliebige störende Eingriffe, mit denen offenbar der Leser aus seinem Alltagstrott aufgeweckt werden soll. Die resultierenden Texte sind stellenweise kaum noch lesbar. Paradoxerweise muß man genau wissen, welche Wortteile weggelassen oder durch x oder * ersetzt wurden, um die Texte verstehen oder vorlesen zu können, d.h. die verzerrten Schreibungen sind nicht mehr ohne Kenntnis der normalen Schreibung verstehbar.

Neben Wortverformungen werden auch viele gängige Sprachmuster verboten, z.B. werden mit dem Indefinitpronomen 'man' gebildete Sätze ("Man spricht deutsch.") als diskriminierende Sprachhandlung geächtet.

Übersicht über die folgenden Abschnitte



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Offizielle Begründungen für Sprachmanipulationen


Begründet werden der Eingriffe in die Sprache offiziell damit, daß die natürliche Sprache "die Frauen" schädigt bzw. diskriminiert. Worin die Schädigung genau besteht, wird oft nicht genau angegeben, sondern nur vage angedeutet. Typisch sind folgende Argumentationen, Frauen fühlten sich "nur mitgemeint" und würden dadurch psychisch geschädigt.

Frauen fühlen sich "nur mitgemeint"

Frauen - vor allem feministisch geprägte - fühlen sich mit dem Maskulinum "nur mitgemeint" oder sogar ausgeschlossen. Beispielsweise denken angeblich Frauen beim Begriff "Lehrer" nur an männliche Lehrer. Zu diesem Sprachverständnis kann man nur kommen, wenn man erhebliche Defizite hinsichtlich der Kenntnis der deutschen Sprache hat - was den Frauen hier eher unbeabsichtigt unterstellt wird.

Die These, die grammatische männliche Form würde im Prinzip nur Männer bezeichnen, ist unhaltbar. Die grammatische männliche Form ("Maskulinum") bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch immer potentiell Männer und Frauen. Oft sind sogar Dinge mitgemeint, z.B. kann ein "Leser" auch ein Lesegerät für einen Speichermedium sein. Wenn die sogenannte männliche Form nur Männer bezeichnen soll, dann muß dies durch den Kontext geklärt werden (z.B. "die männlichen Leser sollen...."), von alleine ist dies nie klar. Generell sind beim sog. Maskulinum Männer immer nur mitgemeint.

Statt des Begriffs Maskulinum ist daher der Begriff Androgynum korrekter (s. Brühlmeier). Die androgyne Form wird in der Praxis weitaus häufiger gebraucht als eine rein männliche oder weibliche Bezeichnung, sie ist auch von daher der Normalfall. Die feministische Behauptung, die androgyne Form würde stets nur Männer bezeichnen, zeugt von geringer Sprachkenntnis.

Das Selbstbewußtsein von Frauen wird geschädigt

Männern ist es ziemlich egal, daß sie beim Maskulinum resp. Androgynum nur mitgemeint sind. Bei Frauen hingegen hat das Gefühl des Nurmitgemeintseins angeblich drastische Konsequenzen: sie fühlen sich "unsichtbar gemacht", von den erwähnten Dingen ausgeschlossen und für nicht fähig gehalten, bestimmte Dinge zu tun, z.B. Dachdecker oder Lehrer zu werden. D.h. es wird unterstellt, daß das Selbstbewußtsein von Frauen wesentlich geschädigt wird. Das genau Ausmaß der psychischen Schädigung bleibt i.d.R. offen. Diese Schäden träten angeblich nicht ein, sofern Frauen ausnahmslos an jeder Stelle, wo dies sprachlich möglich ist, zusätzlich zur androgynen Form durch die rein weibliche Form explizit erwähnt werden.

Indirekte Schädigungen von Frauen

Die flächendeckende Schädigung des Selbstvertrauens der Frauen führt angeblich zu weiteren Folgeschäden, häufig genannt wird hierzu oft, daß Frauen selten Berufe wählen, in denen sie mehr verdienen und bisher unterrepräsentiert sind, z.B. "Ingenieur". Auch bei solchen indirekten Schädigungen werden i.d.R. nur unheilschwangere Andeutungen gemacht, worin die Schädigung genau besteht und wie sie ausgelöst wird.

Ein Kausalzusammenhang, wonach die nicht gegenderte Sprache die oben skizzierten Schäden hervorruft, wird oft nur behauptet und nicht im Detail plausibel begründet. Im Gegenteil bestehen gravierende Zweifel an einem solchen Kausalzusammenhang:

  • Ungünstige Berufswahl: Die Berufswahl ist ein langfristiger Prozeß, in dem sehr viele Einflußfaktoren eine Rolle spielen und der bis heute nicht wissenschaftlich erforscht ist. Es ist kaum denkbar, daß ein einzelner Faktor wie das generische Maskulinum zu einer ausgeprägt einseitigen Berufswahl führen kann. Derartige Behauptungen sind unbewiesen und reine Spekulation.
  • Gängige feministischen Theorien behaupten, daß "Sprache Wirklichkeit schafft". Diese Theorien beruhen auf der weitgehend widerlegten Sapir-Whorf-Hypothese, wonach die Art und Weise, wie ein Mensch denkt, stark durch Grammatik und Wortschatz seiner Muttersprache beeinflußt oder bestimmt wird. Offensichtlich kann die gleiche Wirklichkeit in verschiedenen Sprachen anders dargestellt werden, ggf. mit Informationsverlust, also die sprachliche Wiedergabe der Wirklichkeit von der Sprache abhängen. Die Wirklichkeit selber existiert unabhängig von Sprachen und wird nicht von irgendwelchen Merkmalen einzelner parallel existierender Sprachen beeinflußt. Daher ist die These, daß die Sprache die Wirklichkeit schafft und man durch Veränderung der Sprache die Wirklichkeit ändern kann, absurd. Beispielsweise sind weibliche Dachdecker extrem selten und männliche Dachdecker weit überwiegend und in diesem Sinne der Normalfall. Diese Wirklichkeit und die entsprechende Wahrnehmung kann durch penetrante Formulierungen wie "Dachdecker" nicht verändert werden.
Die linguistischen Theorien, wonach das Selbstbewußtsein von Frauen geschädigt wird - was immer das genau bedeuten soll und wie auch immer man den Schaden objektiv messen kann -, sind wissenschaftlich sehr umstritten. Ob sie faktisch anerkannt werden und welche Konsequenzen daraus abgeleitet werden, ist i.w. eine Machtfrage, deren Beantwortung in einem staatsfeministischen Land nicht schwer fällt.

Gegenargumenten gegen die Schädigungshypothese

Gegen die Gültigkeit der Theorien spricht u.a., daß die angeblichen schädlichen Folgen des generischen Maskulinums, z.B. die höhere Risikoaversion oder ideologisch unerwünschte Berufswahl von Frauen, auch in allen Kulturen bzw. Sprachen zu beobachten sind, in denen es gar kein relevantes grammatisches Geschlecht gibt oder wo dieses weitestgehend abgeschafft wurde, die man also als Vergleichsgruppen benutzen müßte.

Frauen sind bspw. in praktisch allen Kulturen risikoaverser als Männer, hierfür sind aber eine Vielzahl biologischer und sozialer Gründe ursächlich. Es ist absurd, diese Risikoaversion monokausal auf das falsch verstandene generische Maskulinum bzw. nicht gegenderte Sprache zurückzuführen.

Die hier angeführten linguistischen Theorien bauen wie die meisten feministischen Sozialtheorien auf frei erfundenen Konstrukten wie dem Patriarchat oder der hegemonialen Männlichkeit auf. Sie sind ein Hauptgrund, warum die Gender Studies als unwissenschaftlich gelten.



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Gegenderte Sprache als Herrschaftsinstrument und "Gesslerhut"


Führende feministische Aktivsten sagen eindeutig: "Sprache ist ein Herrschaftsinstrument." Diese Erkenntnis ist aber nicht neu, sondern gehört zum Grundrepertoire totalitärer Systeme.

Diese Erkenntnis gilt insb. für gegenderte Sprache. Hierin liegt eine weitere, i.d.R. nicht explizit gemachte Motivation von feministischen Sprachmanipulationen. Gegenderte Sprache ist dabei - analog wie eine Nationalflagge, ein Hakenkreuz oder ein Parteiabzeichen - ein Symbol, das für die feministische Ideologie steht.

Große Teile der Bevölkerung und des öffentlichen Lebens gegen deren Willen zwingen zu können, trotz der sprachlichen Mängel gegenderte Sprech- und Schreibweisen zu benutzen, zeigt die heutigen Macht des hegemonialen Feminismus sehr deutlich. Dies gilt besonders für die krassen Formen wie Gender-Sterne oder Tiefstriche, die grundlegend sogar den Zeichensatz und die elementare Syntax durchbrechen.

Die erzwungene Benutzung gegenderter Sprache hat eine ähnliche Funktion wie das erzwungene Grüßen des Gesslerhuts oder die Verbeugung vor den Statuen des Diktators Kim Jong Un in Nordkorea (vier Sekunden im 90-Grad-Winkel). Es handelt sich hier also um Unterwerfungsgesten, mit der den Untergebenen das Machtgefälle ständig ins Bewußtsein zurückgerufen werden soll und mit der man den Willen des Gegners brechen will und die nach längerem Druck so stark verinnerlicht werden, daß sie ohne jedes Nachdenken freiwillig ausgeführt werden.



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Innere Widersprüche


Zweifel an der Gültigkeit der eigenen Theorie, ungegenderte Sprache würde das Selbstbewußtsein von Frauen schädigen, scheinen auch innerhalb des Feminismus weit verbreitet.
  • Bei negativ besetzten Begriffen wird nämlich regelmäßig auf die Anwendung der Theorie verzichtet, also nur die männliche Form des negativ besetzten Begriffes benutzt. Eine Schädigung des männlichen Selbstbewußtseins wird entweder nicht befürchtet - was die Schädigungstheorie widerlegen würde - oder bewußt in Kauf genommen. Letzteres wäre aus Gründen der Gleichbehandlung dann auch Frauen zuzumuten, zumal der Feminismus keine Gelegenheit ausläßt, Männer sprachlich aktiv zu diskreditieren, z.B. als potentielle Vergewaltiger oder Unterdrücker. Im Vergleich dazu scheint das Leid, das durch eine nur implizite Miterwähnung verursacht wird durchaus erträglich. (Es handelt sich hier, wie unschwer erkennbar ist, um ein weiteres Beispiel für den Doublespeak des Feminismus .)
  • Während große Teile des Feminismus auf explizit weiblichen Wortformen (egal ob durch Binnen-I oder Aufzählung) besteht, lehnen andere Strömungen dies als heteronormativ ab und insistieren auf noch weitergehende Verformungen der Sprache, die keine Geschlechtszugehörigkeit mehr erkennen lassen, z.B. durch aus-X-en von Wortbestandteilen ("Profx"), also letztlich einer androgynen Wortform (sofern man sich überhaupt noch verständlich ausdrücken will)


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Zweifel an der Wirksamkeit gegenderter Schreibweisen


Selbst wenn man die Theorie, das weibliche Selbstbewußtsein würde durch ein Androgynum bzw. generisches Maskulinum wesentlich geschädigt, als korrekt annimmt, gibt es erhebliche Zweifel, ob die geforderten Maßnahmen wirksam sind.
  1. Das weibliche Selbstbewußtsein wird nach weiteren feministischen Theorien nicht nur durch die Sprache, sondern durch alle möglichen Alltagserfahrungen ständig geschädigt (Männer sind größer und stärker, verdienen mehr, sind übergriffig etc.). Paradoxerweise setzen die feministischen Kreise, die gegenderte Schreibweisen propagieren, alles daran, den Opferstatus im Bewußtsein von Frauen aufrecht zu erhalten, z.B. durch Hypnosetechniken wie z.B. ständige Triggerwarnungen und durch Förderung einer sehr verengten Weltsicht, die nur noch Dinge wahrnimmt, die man irgendwie als Diskriminierung von Frauen interpretieren kann. Dies ist kaum anders zu erwarten, denn vom Opferstatus der Frauen hängt die allgegenwärtige Frauenförderung, ein Wirtschaftszweig mit mehreren tausend Arbeitsplätzen, ab.
  2. Die meisten verunstaltenden Schreibweisen sind selber eine hochwirksame Hypnosetechnik (Präsupposition) zur Verstärkung des subjektiv empfundenen Opferstatus. Um die Texte verstehen oder vorlesen zu können, muß man nämlich die ursprünglichen, sprachlich eleganteren Textvarianten kennen. Der Unterschied zwischen gegenderter und normaler Schreibweise muß daher zwangsläufig ständig mental verarbeitet werden. Im Endeffekt sind gegenderte Schreibweise daher ein aufdringlicher Hinweis auf diesen Unterschied, und sie enthalten die kaum kaschierte Botschaft, daß Frauen von der normalen Sprache diskriminiert werden, verstärken also den Opferstatus.
Die feministischen Sprachdeformationen sind somit eine der stärksten Indizien für die These, daß der heutige Feminismus keine sozialen Probleme löst, sondern sie konstruiert und verstärkt.


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Bewertung der Sprachmanipulationen


Bei einer Güterabwägung kommen sogar viele Feministen - insb. solche, für die die Muttersprache und deren Ästhetik ein hohes kulturelles Gut ist - zum Ergebnis, die radikalen Eingriffe gänzlich abzulehnen und als Kompromiß die gegenderten Formen nur punktuell an prominenten Stellen im Text zu verwenden.

Die Begründungen für die Sprachmanipulationen sind fehlerhaft und inkonsistent mit anderen Verhaltensweisen der feministischen Akteure, die diese Forderungen aufstellen.

Aus maskulistischer Sicht ist die Verwendung der radikalen Konstrukte und die übertriebene Verwendung durchgegenderter Formen als kaum versteckte Botschaft zu interpretieren: Vergleichbar mit dem Geßlerhut, vor dem täglich sinnlose Demutsbezeugungen zu absolvieren waren, werden die sprachlichen Absurditäten als Symbol für die Herrschaft des Staatsfeminismus bzw. des Genderfeminismus, der als repressive und antiemanzipatorische Ideologie strikt abgelehnt wird, interpretiert. In diesem Sinne lösen die Symbole feministischer Herrschaft regelmäßig traumatische Erfahrungen aus und müßten eigentlich für die meisten männlichen Leser und alle Sprachästheten mit Triggerwarnungen versehen werden.

Der vielfach ausgeübte Zwang, gegenderte Schreibungen zu verwenden, ist nur schwer mit dem Grundgesetz Art. 2 Abs. 1 vereinbar, da diese auffälligen Sprachdeformationen regelmäßig als Symbole einer verfassungsfeindlichen Ideologie angesehen und daher strikt abgelehnt werden.

Manipulationen an der deutschen Sprache zeugen ferner von einem hohen Maß an Geschichtslosigkeit. Noch nicht allzulange zurück liegt die autoritär verordnete Umstellung der Rechtschreibung in den 90er Jahren. Ideologisch geprägte, überwiegend linke Gruppierungen in den Parteien konnten seinerzeit in einem kuriosen Verbund mit den großen kapitalistischen Verlagskonzernen der Bevölkerung gegen deren Widerstand neue Rechtschreibung aufzwingen. Dieser Vorgang war ein eklatanter Bruch mit grundlegenden demokratischen Prinzipien und ein Tiefschlag für die demokratische Kultur.

Die historisch als nächste davorliegenden autoritären Eingriffe in die deutsche Sprache gehen auf die Nationalsozialisten zurück. Adolf Hitler hat selber mehrfach Änderungen in der Rechtschreibung und im Sprachgebrauch angeordnet (s. z.B. Rechtschreibreform und Nationalsozialismus). Für geschichtsbewußte Demokraten sind zumindest in Deutschland autoritäre Eingriffe in die Sprache ähnlich vorbelastet wie Hakenkreuzsymbole, die man allenfalls bei völliger Unkenntnis der deutschen Geschichte für ein nettes geometrisches Muster halten kann.

Die Logik, mit der Feminismus seine Sprachmanipulationen begründet, ist übrigens völlig analog zur feministischen Privilegientheorie, die hochgradig antidemokratisch ist: Ausgangspunkt in ein subjektiv empfundenes Gefühl (von feministischen Aktivisten, normale Frauen sind selten davon betroffen), als Frau durch irgendwas diskriminiert zu werden, in diesem Fall (falsch verstandenen) Schreibweisen. Hieraus folgt sofort ein Rechtsanspruch auf Kompensationsmaßnahmen, die ohne Rücksicht auf Verluste weiblicherseits diktiert werden können und von der Gegenpartei, also den Männern, durchzuführen sind.

Ziele von Sprachmanipulationen

Sprachmanipulationen werden i.w. damit rechtfertigt, unterschwellig die Sprachgemeinschaft umzuerziehen bzw. ihr Weltbild zu manipulieren. Die resultierenden Formen von "politischer Korrektheit" erreichen dies i.d.R. nicht, weil der offene Zwang oder die als hinterhältig empfundene Manipulation der Bürger im inneren Widerspruch zu den Zielen stehen, die offiziell erreicht werden sollen, und weil sie regelmäßig absurde Konsequenzen hat. Die Frage stellt sich daher, ob wenigstens die Ziele legitim sind und ob sie ggf. auf andere Weise besser erreicht werden können.

Das abstrakte Ziel der feministischen Sprachmanipulationen ist die gleichberechtigte Wahrnehmung und Wertschätzung von Frauen und Männern. Dieses Ziel ist eindeutig zu begrüßen. Allerdings fragt man sich, wo in einer Kultur, in der seit rund 200 Jahren Männer systematisch diskreditiert werden, Frauen weniger wahrgenommen oder weniger wertgeschätzt werden als Männer. Eher scheint das Gegenteil der Fall zu sein, Männer sind Schweine und Frauen der Hort aller positiven menschlichen Eigenschaften.

Insb. der heute politisch dominierende Genderfeminismus basiert auf der Grundannahme, daß Männer und Frauen Klassen bilden und die Klasse der Männer ethisch minderwertige Ziele, nämlich die Unterdrückung der Frauen, verfolgt, Männer als Klasse also aufgrund der theoretischen Grundlagen von einer gleichberechtigten Teilnahme an politischen Entscheidungen auszuschließen sind. Das vorgebliche Ziel, über Sprachmanipulationen Gleichberechtigung erreichen zu wollen, erscheint vor diesem Hintergrund wenig glaubwürdig.

Obwohl also das Ziel, eine gleichberechtigte Wahrnehmung und Wertschätzung von Frauen und Männern zu erreichen, ausdrücklich begrüßt wird, erscheinen Sprachmanipulationen als kein geeignetes Mittel, dieses Ziel zu erreichen.

Die Sprachregelung auf diesem Blog ist auf einer separaten Seite dargestellt.



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Literatur


zum Thema Sprachmanipulationen und politische Korrektheit als Zensur und Denkverbote:


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