Inhalt

Einstiegslektüre:

* Maskulismus in zwei Minuten
* Kernthemen und -Forderungen
* Maskulismus für Anfängerinnen

"Maskulismus die radikale Ansicht,
daß Männer keine Schweine sind,
sondern Menschen."

Hauptthemen:

* Maskulismus
* Feminismus und feministische Politik
* Gender-Studies und feministische Theorie
* Feministische Rhetorik und Kampfbegriffe
* Medien und feministische Propaganda

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Aktuelles

2017-02-25: Neue Unterseite zum Kampfbegriff "Gleichstellungsauftrag", speziell für Frau Künast
2016-09-01: Neue Seite Das feministische Definitionsmacht-Konzept anläßlich der Lohfink-Affäre
2016-07-19: Vorsicht: das neue Sexualstrafrecht! Aktuelle Rechtsberatung von Dr. Stevens: Welche 08/15-Sexualpraktiken (innerhalb und außerhalb einer Ehe!) Ihnen dank der neuen lex Schwesig mindestens 6 Monate Gefängnis einbringen und erst nach 10 Jahren verjährt sind.


Feminismus und Feminismuskritik





Inhaltsübersicht

Feminismus, Feminismuskritik und Antifeminismus

Feminismus-Varianten

Feminismus-Konzepte

Falschaussagen, Denkfehler und Doublespeak des Feminismus

Sonstiges



Feminismus, Feminismuskritik und Antifeminismus

Muß man als Maskulist gegen den Feminismus sein?


Ja und nein, die Frage ist so zu pauschal. Festhalten können wir zunächst, daß Maskulismus oft fälschlicherweise mit Antifeminismus gleichgesetzt wird. Diese falsche Gleichsetzung hat mehrere Ursachen, auf die wir i.f. eingehen.

Der Maskulismus kann auf alle Fälle als feminismuskritisch bezeichnet werden. Weil das Thema zum Ausufern neigt und die Details oft kompliziert sind, sei die maskulistische Feminismuskritik vorab anhand einer Analogie veranschaulicht: Der heutige Feminismus ähnelt pazifistischen Eltern, die ihre Kinder windelweich verprügeln, weil sie sich beim Spielen gestritten und laut angebrüllt haben, und die jeden Kritiker ihrer Erziehungsmethoden sofort mit einer Verleumdungsklage überziehen und als Kriegstreiber und Nazi denunzieren. Unsere pseudo-pazifistischen Eltern und der heutige Feminismus haben zwei Gemeinsamkeiten:

  • Die Ziele sind grundsätzlich unterstützenswert, die Methoden zur Erreichung dieser Ziele sind aber leider unbrauchbar, kontraproduktiv oder sogar kriminell.
  • Die Diskussion über die angerichteten Schaden ist ein genauso großes Problem wie der eigentliche Schaden.
Das mißhandelte Kind ist unsere Verfassung, die Gleichberechtigung, die Meinungsfreiheit, Aufklärung und Wissenschaftlichkeit, der soziale Frieden u.a. mehr.

Der Begriff Antifeminismus ist sinnlos

Wenn man Begriffe wie Antifeminismus oder Feminismuskritik genauer beschreiben will, liegt ein Hauptproblem darin, daß der Begriff Feminismus hochgradig mehrdeutig ist. Es bleibt daher weitgehend unklar, was man kritisiert und wogegen man ist. Die wichtigsten üblichen Bedeutungsvarianten sind (teilweise analog zu den Maskulismus-Varianten):
  • Feminismus im Sinne einer sozialen Theorie bzw. Ideologie
  • Feminismus im Sinne einer breiten sozialen Bewegung, die viele "normale" Frauen umfaßt
  • "institutionalisierter Feminismus" im Sinne Machtstruktur in staatlichen Institutionen, also einer kleinen Schicht von Frauen in Machtpositionen, z.B. in feministischen Parteien und Frauenministerien, die regelmäßig stark ideologisch geprägt sind und die nicht unbedingt die Interessen "normaler" Frauen vertreten, aber trotzdem bei Wahlen deren Stimmen erhalten
  • Feminismus im Sinne der ersten, zweiten bzw. dritten historischen Welle.
In einem separaten Abschnitt werden die Feminismus-Varianten etwas ausführlicher dargestellt. Festhalten kann man aber, daß die Theorien und Akteure, die mit dem Etikett Feminismus versehen werden, derart unterschiedlich und teilweise gegensätzlich sind, daß es kaum noch einen gemeinsamen Nenner gibt.

Wegen der Unschärfe des Begriffs Feminismus ist der Begriff Antifeminismus sinnlos. Wenn überhaupt, kann man nur gegen bestimmte Varianten bzw. Strömungen des Feminismus oder konkrete politische Forderungen sein.

Gründe für eine Beschäftigung mit dem Feminismus

Die Unschärfe des Begriffs Feminismus führt zur Frage, warum und aus welchen Perspektiven heraus man sich mit dem Feminismus beschäftigen sollte oder muß. Die wichtigsten Gründe hierfür kann man in zwei Gruppen einteilen:
  • "Kollateralschäden" des Feminismus, von denen nicht nur Männer betroffen sind, sondern die ganze Gesellschaft. Hierzu gehören vor allem die Verfassungsfeindlichkeit vieler feministischer Vorhaben und Strukturen, die Anti-Aufklärung bzw. Wissenschaftsfeindlichkeit und die Beschädigung des sozialen Friedens. Diese generelle Feminismus-Kritik ist in einem eigenen Abschnitt detaillierter dargestellt.
  • Gründe, die eine direkte Konfrontation zwischen Männern und feministischen Akteuren (aber nicht unbedingt allen Frauen) bewirken, z.B. die Grundsätze der Gender Mainstreaming-Strategie.
Zusammengenommen führt das Eintreten für Männerrechte (bzw. für die Demokratie und Aufklärung) zwangsläufig zu einem Gegensatz zu wesentlichen, aber nicht unbedingt allen Teilen des Feminismus. Daher muß man sich zumindest grob mit den Varianten und Strömungen des Feminismus sowie seiner Historie auseinandersetzen. Der Begriff Antifeminismus läßt nicht erkennen, gegen welche Teile des Feminismus man ist und ist daher sehr irreführend und zur Beschreibung des Maskulismus oder von Maskulismus-Varianten ungeeignet.

Gründe für eine direkte Konfrontation zwischen Männern und feministischen Akteuren

  1. Viele heutige Diskriminierungen von Männern wurden durch den Feminismus verursacht oder wesentlich mitverursacht. Hier und heute kämpfen einflußreiche feministische Kreise dafür, weitere Diskriminierungen von Männern durchzusetzen, z.B. Frauenquoten.

    Ob diese Diskriminierungen von "dem Feminismus" alleine oder auch von anderen gesellschaftlichen Entwicklungen mitverursacht wurden bzw. werden, ist nebensächlich. Am klarsten wurde die politisch gewollte Diskriminierung durch die Alice Schwarzer nachgesagte Kriegserklärung "Wenn es unseren Töchtern besser gehen soll, dann muss es unseren Söhnen schlechter gehen", auf die man die heutige Lage der Jungen als die großen Bildungsverlierer wenigstens teilweise zurückführt.

  2. Wesentliche Akteure des Feminismus definieren sich bzw. die Frauen als soziale Klasse, die im Gegensatz zur Klasse der Männer steht.

    Zugespitzt formuliert haben relevante, mächtige Akteure des Feminismus den Männern als Klasse den Krieg erklärt, und man(n) kann diese Kriegserklärung nicht einfach ignorieren.

    Sehr viele feministische Akteure sind fest davon überzeugt, daß die Klasse der Männer gegenüber der Klasse der Frauen privilegiert ist und darin ein "historisches und aktuell fortgesetztes Machtungleichgewicht" zulasten der Klasse der Frauen besteht, und zwar in jedem beliebigen Kontext, und daß Männern, also jedem einzelnen Mann, "ein ganzes System von Historie, Traditionen, 'wissenschaftlicher' oder biologischer Nachweise und teilweise sogar Gesetzen zugutekommt, das ihren Worten ein Gewicht verleiht, das Frauen nicht zur Verfügung steht."

    Die Vorstellung, daß Männer und Frauen eigene soziale Klassen bilden, ist zwar soziologisch gesehen absurd, aber dennoch zentral für Begriffe wie benevolent sexism oder Gender Mainstreaming. Unter den inzwischen etablierten Begriffen Mansplaining bzw. benevolent sexism wird der Vorstellung, Männer könnten sich an der Diskussion über die Interessen von Frauen beteiligen, heftig widersprochen, mit durchaus plausiblen Argumenten (die mit vertauschten Rollen analog für die männliche Seite gelten, siehe "Womansplaining bzw. Femsplaining"). Praktisch erkennbar ist der Ausschluß von Männern an der gigantischen feministischen Infrastruktur, für die ca. 5000 Personen hauptamtlich und mehrere 10.000 nebenamtlich arbeiten. Diese Personen sind fast alle weiblich, in den meisten Fällen aufgrund gesetzlicher Zwänge, in den restlichen Fällen kann man die grundsätzliche Ablehnung von Männern als Hauptursache ansehen. Sie sind gesetzlich verpflichtet, ausschließlich für die Interessen von (biologischen) Frauen, also regelmäßig gegen die Interessen von Männern zu arbeiten.

    Die Auffassung von Männern und Frauen als einander entgegengesetzten Klassen ist ferner konstitutiv für die offizielle Gender Mainstreaming-Strategie. Die zugrundeliegende These, daß "die unterschiedlichen ... Interessen von Frauen und Männern ... zu berücksichtigen [sind], da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt" schließt es aus, daß die Interessen von Frauen durch Männer und analog die Interessen von Männern durch Frauen, erst recht nicht durch den fast rein weiblichen institutionalisierten Feminismus vertreten werden können.

  3. Die dominierenden feministisch orientierten Medien setzen Maskulismus und allgemeiner jede Kritik am Feminismus, auch von Frauen geäußerte, mit Antifeminismus gleich. Unabhängig davon, daß diese Gleichsetzung sachlich falsch bzw. eine unzulässige Pauschalisierung ist, gilt sie durch die mediale Propaganda für viele Personen als Faktum. Daher man muß sich mit dieser Weltsicht, um nicht zu sagen Kriegserklärung, auseinandersetzen, ob man will oder nicht.

    Sehr viele Medien arbeiten gezielt darauf hin bzw. verstehen es als ihren "Bildungsauftrag", den Maskulismus negativ zu besetzen und begrifflich als Synonym für Antifeminismus, Faschismus oder sonstige Plagen der Menschheit durchzusetzen. Jegliche Vertretung der Interessen von Männern wird als moralisch verwerfliche Unterdrückung der Frauen verstanden bzw. dargestellt und daher als Antifeminismus bezeichnet, die entsprechenden Aktivisten als Antifeministen. Für die meisten Journalisten ist es aufgrund ihrer ideologischen Prägung prinzipiell nicht denkbar, daß Männer das Recht haben, ihre Interessen zu vertreten, denn als Mitglieder des Patriarchats sind sie ohnehin privilegiert. Daher kann es auch keinen positiv geprägten Begriff für eine männliche Interessenvertretung geben. Der Feminismus spielt seit rund einer Generation in der Berichterstattung der meisten großen Medien (vielgelesene Tages- oder Wochenzeitschriften und öffentlich-rechtliche Medien) eine Rolle, die mit der Religion in totalitär-religiösen Staatsformen vergleichbar ist: Ungläubigkeit ist ein Straftatbestand, der zumindest sozial scharf geächtet ist und begrifflich negativ besetzt ("Antichrist") wird.



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Kernpunkte der allgemeinen Feminismuskritik


Unter "Feminismus" verstehen wir i.f. den seit den 1990er Jahren in Deutschland "real existierenden Feminismus der dritten Welle, vor allem in Form des Staatsfeminismus und der feministisch geprägten Parteien und Medien. Bildlich gesprochen betrifft die allgemeine Feminismuskritik "Kollateralschäden", die dieser real existierende Feminismus verursacht hat und weiter vergrößert. Von diesen Schäden sind nicht nur Männer betroffen, sondern die ganze Gesellschaft. Diese Kritik wird daher vielfach auch von nichtfeministischen Frauen geäußert. Man kann sie in drei Hauptbereiche einteilen, die in den folgenden Abschnitten genauer dargestellt sind:
  • Der Feminismus ist anti-demokratisch.
  • Der Feminismus ist anti-wissenschaftlich und gegen die Aufklärung.
  • Der Feminismus löst keine Probleme, sondern er erzeugt sozialen Unfrieden.


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Demokratie- und Verfassungsfeindlichkeit


Der institutionalisierte Feminismus stellt eine gefährliche Bedrohung für die demokratischen Strukturen unserer Gesellschaft dar. Selbst wenn man sich nicht für Männerrechte interessiert, muß die seit langem vorhandene Verfassungsfeindlichkeit und Unterminierung der Demokratie durch den institutionalisierten Feminismus für jeden Demokraten völlig inakzeptabel sein. Im einzelnen:
  1. Der institutionalisierte Feminismus ist eine hochwirksame ideologische Machtstruktur, die in unserer Verfassung nicht vorgesehen ist. Der Feminismus wird vielfach als institutionalisiert bzw. als Staatsfeminismus bezeichnet. Hiermit wird ausgedrückt, daß die feministische Ideologie

    • über Machtstrukturen (Ministerien, Lehrstühle, Frauenbeauftragte usw.) verfügt, die vom Umfang der öffentlichen Finanzierung her vergleichbar sind mit einer mittelgroßen Partei oder Kirche (im Sinne einer Religionsgemeinschaft),
    • durch die überall installierten Frauenbeauftragten ähnlich wie die Steuerfahndung oder Religionswächter über inquisitionsartige Sonderrechte verfügt,
    • ähnlich wie eine Staatsreligion nicht prinzipiell kritisiert werden darf, sich also jeder demokratischen Kontrolle entziehen kann. Auf EU-Ebene wird versucht, jegliche Kritik am Feminismus unter Strafe zu stellen, in Belgien wird ein entsprechendes Gesetz gerade eingeführt, in anderen Ländern erheben feministische Gruppen immer wieder die Forderung, Kritik am Feminismus als Straftat zu ahnden, s. auch Unterminierung der Meinungsfreiheit.

    Dies ist ein eklatanter Bruch mit demokratischen Prinzipien, denn faktisch ist die feministische Ideologie nur eine Ideologie neben vielen anderen, die auch nach eigener Definition einseitig die Sicht "der Frauen" vertritt und die auf hochgradig umstrittenen Grundlagen basiert ("Gender Studies").

  2. Wesentliche Teile des Feminismus sind direkt und offensichtlich verfassungsfeindlich.

    Kernthemen feministischer Forderungen sind die Einführung von Rechtsprinzipien wie dem Definitionsmacht-Prinzip bzw. der Privilegientheorie. Im Endeffekt laufen diese Prinzipien auf ein Apartheid-System hinaus, in dem Frauen die Rolle einer Herrenrasse spielen und die Stimmungen und Launen von Frauen für Männer den Rang von Gesetzen bekommen. Beispiele:

    • Verfassungsbruch in der Gesetzgebung: Ein Beispiel ist die systematische Aushebelung von nach Art. 3 und Art. 33 GG durch die Regierung Kraft/Löhrmann (NRW) und in diversen anderen Frauenquotengesetzen.
    • Aufhebung von Rechtsstaatlichkeit und Unschuldsvermutung bei Männern: Von führenden feministischen Akteuren wird immer wieder verlangt, das Rechtsstaatlichkeitsprinzip und die Unschuldsvermutung von männlichen Angeklagten aufzuweichen oder abzuschaffen, also für Männer das Menschenrecht auf ein faires Gerichtsverfahren abzuschaffen.
    • Einflußnahme auf Gerichtsverfahren: ein Beispiel ist der Fall Gina-Lisa Lohfink: Lohfink wurde wegen erwiesener Falschbeschuldigung, zwei Männer hätten sie vergewaltigt, (nur) zu einer Geldstrafe verurteilt. Daraufhin versuchte Frauenministerin Schwesig in massiver Form, das Gerichtsverfahren zu beeinflussen.
    • Beinflussung von Wahlen: Nicht verfassungskonform waren bzw. sind diverse feministische Pläne im Zusammenhang mit Frauenquoten, z.B. die geplante Indoktrinierung von Wählern bei den Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz oder die Reservierung einer Mehrheit auf Wahllisten für Frauen in Baden-Württemberg.
    Politisch sind sehr viele feministische Gruppen und Verbände als links bis linksradikal (im Sinne von verfassungsfeindlich) einzuordnen. Beispielsweise wird der Frauenverband Courage von einigen Verfassungsschutzbehörden als extremistische Organisation des linken Spektrums eingeschätzt.
  3. Der institutionalisierte Feminismus ist autoritär und antidemokratisch. Statt einer "Herrschaft des Volkes" wird eine Herrschaft feministischer Funktionäre angestrebt.

    Das Prinzip Gender Mainstreaming, das grundlegend für den institutionalisierten Feminismus ist, fordert eine top-down gesteuerte Transformation der gesamten Gesellschaft gemäß der feministischen Ideologie. Diese Transformation wird als reines Verwaltungshandeln positioniert, eine politische Diskussion und eine Mitsprache der Bürger wird mit allen Mitteln verhindert. "Das Volk", das in einer Demokratie die Herrschaft über sich ausübt, wird systematisch entmündigt.

  4. Der Feminismus gefährdet die Meinungsfreiheit.

    Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland räumt jedem das Grundrecht ein, "seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten". Meinungsfreiheit ist fundamental für die Demokratie, sofern man die demokratische Willensbildung als einen Wettbewerb von Problemwahrnehmungen, Wertungen und Lösungsvorschlägen versteht. Unter dem Schlagwort "politische Korrektheit" ist seit langem eine Unterminierung der Meinungsfreiheit zu beobachten: bestimmte ideologisch unerwünschte Fakten und Wertungen dürfen nicht geäußert werden, Zuwiderhandlungen werden sozial schärfstens geächtet.

    Der Feminismus reagiert regelmäßig auf kritische Meinungen mit ad hominem-Attacken gegen die Kritiker, in dem diese wahlweise als wutgesteuert, reaktionär, ewiggestrig, faschistisch o.ä. verunglimpft werden. In beruflichen Kontexten kann Feminismuskritik zum Jobverlust führen (am besten illustriert am Fall Monika Ebeling) oder andere gravierende Konsequenzen haben. In feministischen Parteien, Ministerien und anderen feministischen Machtzentren ist der Feminismus ohnehin sakrosankt und offene Kritik undenkbar. Gleiches gilt für sehr viele meinungsbildende Medien. Insgesamt ist die Unterdrückung von Kritik am Feminismus so allgegenwärtig und machtvoll, daß fast keine öffentlich sichtbare Opposition mehr vorhanden ist (mit Ausnahme der erst seit kurzem sichtbaren AFD) und die Kritik weitgehend in anonyme Foren oder Blogs verdrängt worden ist (z.B. diesem hier).

    Einerseits sind die Defizite der feministischen Ideologie und ihre nicht eingelösten Glücksversprechen offensichtlich, andererseits traut sich in der politischen Öffentlichkeit kaum noch jemand, diese Defizite zu benennen oder gar eine andere Politik zu fordern, also seine Meinung frei zu äußern.

  5. Der institutionalisierte Feminismus stellt eine versteckte Form der Finanzierung feministischer Parteien (vor allem Grüne, SPD und Linke) dar und unterläuft die Grundsätze der Parteienfinanzierung. Daß es sich beim Feminismus um eine spezielle Ideologie handelt, erkennt man äußerlich am einfachsten am sehr unterschiedliche Ausmaß, in dem die verschiedenen Parteien feministische Thesen bzw. den Ausbau von Grundrechtseinschränkungen von Männern in ihren Wahlprogrammen vertreten. Inhaltlich kann man dies an sehr ähnlichen ideologischen Grundlagen erkennen. Die feministische Infrastruktur, die mit öffentlichen Mitteln in der Größenordnung von ca. 1 Mrd. Euro pro Jahr finanziert wird, arbeitet daher sehr eng mit feministischen Parteien zusammen und stellt faktisch eine Form der Parteienfinanzierung der feministischen Parteien dar.
  6. Der Feminismus im Sinne der weiblichen feministischen Aktivisten repräsentiert - trotz gegenteiliger Behauptungen - nicht "die Frauen" und deren Interessen. Politisch verlangen feministische Aktivisten regelmäßig umfangreiche Machtbefugnisse - und erhalten sie auch - mit der Begründung, die Interessen "der Frauen" zu vertreten. Allerdings werden die feministische Akteure und deren Agenda fast nie von "den Frauen" bestimmt. Es gibt i.d.R. keine demokratischen Strukturen, in denen die Frauen ihre Interessen zumindest durch Auswahl konkurrierender Akteure in einen Wahlakt ausdrücken könnten. Die Diskrepanz zwischen dem Kollektiv der feministischen Aktivisten und den Frauen zeigt sich an vielen Symptomen:

    • Bewegungen wie I don't need feminism stellen einen organisierten, massenhaften Protest gegen den institutionalisierten Feminismus und dessen politische und gesellschaftliche Agenda dar.
    • Mit dem Schlagwort Elitefeminismus wird ausgedrückt, der politisch relevante Feminismus i.w. aus Frauen aus der sozialen Mittel- oder Oberschicht besteht und ausschließlich deren Interessen vertritt.
    • Unter den feministischen Aktivisten sind lesbische und eher männliche Frauen extrem überrepräsentiert. Während diese Fälle in der Allgemeinbevölkerung einen Anteil in der Größenordnung von 5% haben, liegt dieser Anteil unter den feministischen Aktivisten bei fast der Hälfte (s. z.B. Madison et al. (2014): "Feminist activist women are masculinized in terms of digit-ratio and social dominance: a possible explanation for the feminist paradox"). Die Lebenssituationen und Interessen dieser Frauen weichen so gravierend von denjenigen normaler Frauen ab, daß es nach den Grundsätzen des Gender Mainstreaming eigentlich nicht zulässig ist, daß diese sehr spezielle Population als Interessenvertreter aller Frauen auftritt.


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Wissenschafts- und Aufklärungs-Feindlichkeit


In unserer westlichen Kultur sind wir stolz auf die Aufklärung, durch die wir uns von Aberglauben und Pseudowissenschaften befreit haben. Objektivität und rationales Denken sind der Schlüssel zum Erfolg unserer Kultur. Beide Erfolgsfaktoren werden durch den Feminismus direkt gefährdet (s. auch O'Neill (2015)):
  1. Der Feminismus propagiert die Pseudowissenschaft "Gender Studies". Die feministische Ideologie basiert auf zentralen Dogmen, wonach wir in einem Patriarchat leben, in dem Männer prinzipiell Unterdrücker von Frauen sind, während Frauen generell "bessere" Menschen sind (s. Suprematie von Frauen) und wonach Geschlechter sozial konstruiert und daher änderbar sind. Benötigt werden diese Dogmen u.a., um z.B. durch Frauenquoten Grundrechte von Männern außer Kraft zu setzen.

    Diese Dogmen sind zugleich Grundlage der "Gender Studies", die man als Zweckwissenschaft nicht vom Feminismus trennen kann. Die Gender Studies sind nachweislich unwissenschaftlich, u.a. wegen der dort üblichen feministischen Standpunkttheorie.

    Die politische Macht der Gender-Ideologie führt außerdem seit langem dazu, daß Forschungen unterdrückt werden, die diese Ideologie widerlegen (s. z.B. Willgress (2016)).

  2. Der Feminismus arbeitet systematisch darauf hin, die Öffentlichkeit zu desinformieren. Das bekannteste Beispiel für die systematische Desinformation der Öffentlichkeit sind die mit großem Aufwand betriebenen Manipulationen der Inhalte der deutschen Wikipedia. Die dort verbreiteten Falschinformationen haben eine enorme Reichweite, weil diese Einträge z.T. mehrere 100.000 Leser pro Jahr haben und - entgegen allen Warnungen - als glaubwürdig gelten.

    Eine weitere relevante Quelle von Desinformation sind viele große Tages- oder Wochenzeitschriften, die sehr einseitige feministische Standpunkte vertreten, bis hin zur offenen Hetze und zu persönlichen Diffamierungen von Feminismuskritikern.

Referenzen



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Konstruktion sozialer Probleme und weibliche Selbst-Viktimisierung


Der Feminismus löst keine Probleme im Geschlechterverhältnis, sondern er erschafft sie. In diesem Zusammenhang sind i.w. folgende Phänomene zu beobachten:
  1. Der Feminismus konstruiert einen Krieg zwischen den Geschlechtern, für den es in unserer heutigen Gesellschaft keinen sachlichen Grund gibt.
  2. Frauen werden in ihrer Selbsteinschätzung dazu gebracht, sich primär als hilfloses Opfer der Männer oder der gesellschaftlichen Verhältnisse zu verstehen. In diesem Zusammenhang redet man oft auch von "victim feminism" (am ehesten mit "Opferabo-Feminismus" zu übersetzen).
  3. Um den Opferstatus der Frauen als Kollektiv zu stärken und die Selbstverantwortung zu reduzieren, müssen Männer dämonisiert werden. M.a.W. wird das soziale Geschlechterverhältnis durch Denunziation und Erzeugen von Mißtrauen atmosphärisch nach Kräften vergiftet.

Konstruktion sozialer Probleme

Die oben genannten Phänomene sind nicht voneinander trennbar und haben gemeinsame Ursachen. Für den Feminismus ist es aus mehreren Gründen überlebenswichtig, möglichst viele Frauen zu "persönlich Betroffenen" bzw. Opfern zu machen: diese Frauen sehen in der Folge den institutionalisierten Feminismus als Vertreter ihrer Interessen an und unterstützen ihn z.B. bei Bundestags- oder Landtagswahlen. Nur auf diese Weise kann (a) die institutionalisierte Machtposition der feministischen Ideologie und (b) die Finanzierung der feministischen Infrastruktur, die in der Größenordnung von 10.000 Arbeitsplätzen finanziert, auf Dauer sichergestellt werden. Die Inhaberinnen dieser Stellen müssen ein existenzielles Interesse daran haben, soziale Probleme zu konstruieren, die ihren Arbeitsplatz und Lebensunterhalt garantieren.

Der allgegenwärtige Opferstatus von Frauen ist ein Musterbeispiel für ein sozial konstruiertes soziales Problem. "Soziale Probleme" im politischen Kontext sind soziale Fakten, die von einer politischen Mehrheit als relevante Probleme angesehen werden und deren Lösung als vorrangige politische Aufgabe definiert wird, für die also Geld und andere Ressourcen bereitgestellt werden. Soziale Probleme sind insofern selber Ergebnisse sozialer Prozesse, also sozial konstruiert (s. ausführliche Darstellung). Die einschlägigen feministischen Aktivitäten zielen folgerichtig darauf, bei möglichst vielen Frauen ein intensives Gefühl zu erzeugen, ein Opfer gesellschaftlicher Verhältnisse und speziell von Männern, Männerbünden oder einer Männerverschwörung zu sein.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Meinungsbildung durch die Medien. Reale gravierende soziale Probleme werden nicht unbedingt politisch wahrgenommen (z.B. Arbeitslosigkeit und Bildungsprobleme der Unterschicht), andererseits werden enorme Summen für Frauenfördermaßnahmen investiert, um die Karrieren von einigen wenigen Mittel- und Oberschichtfrauen zu beschleunigen, die kein wirkliches soziales Problem sind.

Eingesetzte Propagandatechniken

Die Techniken, die vor allem medial zur Erzeugung des Opferbewußtseins bei Frauen eingesetzt werden, ähneln frappierend den bekannten Methoden der Kriegspropaganda (was insofern nicht überrascht, als der dominierende Feminismus an soziologisch unhaltbare Konzepte wie Männer und Frauen als soziale Klassen, das Patriarchat oder die "hegemonialen Männlichkeit" glaubt und von einem durch "die Männer" gegen "die Frauen" geführten Krieg ausgeht, der auch fragwürdigste Gegenmaßnahmen rechtfertigt). Die wichtigsten eingesetzten Techniken sind:
  • Erzeugen von Gruppenbewußtsein ("identity_politics"),
  • Steuerung der selektiven Wahrnehmung und Interpretation von Nachrichten bis hin zu ausgeprägter Desinformation,
  • Verschieben des Bewertungsrahmens von Vorfällen,
  • Erzeugen von nicht widerlegbaren Vorurteilen gegen Männer, Dämonisierung von Männern,
  • Erzeugen von blindem Vertrauen in feministische Akteure bzw. Propaganda bzw. Immunisierung gegen Fakten, die feministische Dogmen falsifizieren.

Identity Politics

Zentrales Mittel, möglichst vielen Frauen ein Opferbewußtsein zu vermitteln, ist die sog. Identity politics (wörtlich, aber unverständlich eingedeutscht: Identitätspolitik). Am ehesten kann man diesen Begriff mit (Erzeugen von) Gruppenbewußtsein oder Gruppenidentität übersetzen, d.h. man sieht seine Identität vor allem darin, Mitglied einer abgegrenzten sozialen Gruppe zu sein - hier der Gruppe der Frauen, die von der Gruppe der Männer unterdrückt wird.

Gruppenbewußtsein ermöglicht es, daß sich eine Frau in Hamburg persönlich massiv betroffen fühlt, wenn eine ihr unbekannte Frau in München (oder vielleicht sogar irgendwo in Indien) vergewaltigt wird und daß sie sich als Konsequenz in Hamburg nicht mehr alleine nachts auf die Straße traut. Sharman (2016) beschreibt sehr anschaulich, wie diese Persönlichkeitsveränderung bei ihr verlief.

Zur Erzeugung dieses Gruppenbewußtseins dienen beispielsweise die #Aufschrei- und weitere ähnliche Kampagnen. Identity politics ist in vielen sozialen Bewegungen das zentrale Mittel, um (a) Abneigung bis hin zu Haß auf die jeweils "anderen" und (b) ein "wir-Gefühl" zu erzeugen. Identity politics bewirkt eine oft stark verzerrte Realitätswahrnehmung und ist damit - im Gegensatz zu feministischen Selbstzuschreibungen - anti-emanzipatorisch und das Gegenteil von Aufklärung (s. O'Neill (2015)). Die Identity Politics sind in den USA deutlicher ausgeprägt als bei uns, ihre gesellschaftliche Zerstörungskraft wurde 2016 bei der Präsidentenwahl sehr deutlich (s. Lilla (2016)).

Um den Erhalt der Macht und der Arbeitsplätze langfristig sicherzustellen, werden die feministischen Utopien regelmäßig so konstruiert, daß sie praktisch unerfüllbar sind, z.B. durch sich widersprechende Anforderungen, wie sich alle Männer zu verhalten haben. Hierdurch wird die Notwendigkeit der revolutionären Bewegung und ihrer "Revolutionsgarden" ad infinitum sichergestellt.

Desinformation und Angsterzeugung

Um den Opferstatus der Frauen als Kollektiv zu stärken, müssen Männer dämonisiert werden. Hierzu werden altbekannte Propagandatechniken eingesetzt, z.B. selektive Berichterstattung in feministischen Medien in der Zeit oder der Süddeutschen oder Kampfbegriffe wie "Alltagssexismus". Einige Beispiele:
  • Ein besonders anschauliches Beispiel war die #ausnahmslos-Kampagne: im Gefolge der Ereignisse in der Sylvesternacht 2015/2016 drohte in der Öffentlichkeit der Eindruck zu entstehen, kriminelle Ausländer bzw. Immigranten seien eine besondere Gefahr für deutsche Frauen und der Lieblingsfeind, heterosexuelle weiße Männer, geriete aus dem Blickfeld. Chervel (2016) zerlegt den Leittext der ausnahmslos-Kampagne und weist eine große Zahl von Falschaussagen, Fehlschlüssen und Agitationen nach.
  • Der durch seine ZEIT-Kolumne bekannte Bundesrichter Thomas Fischer zerlegte einen der vielen feministischen Artikel, die eine weitere Verschärfung des Sexualstrafrechts zuungunsten von Männern fordern. Fischer kommt zu einer Gesamtkritik an der (Des-) Information in diesem Artikel, aber auch generell an den Mainstream-Medien, der an Schärfe kaum noch überboten werden kann. Stichworte aus dem langen, trotzdem zur Gänze lesenswerten Text sind: "wirre Desinformation ... unsinnige Berichterstattung ... Haltlosigkeit der Behauptung eingerahmt wird von Falschmeldungen" usw. Fischer kommt zur Bewertung: "Das alles ist nichts als Tendenz, Meinung, Verwirrung, in diesem Fall unter Hinzugabe eines ordentlichen Schlucks Aufhetzung. ... Das Beispiel wirkt auf den ersten Blick so, als betreffe es einen besonders eklatanten Fall. Doch das täuscht. Das Zusammenspiel von fehlender Sachkenntnis und strammer Meinung wird hier ... besonders deutlich. Die Ingredienzien unterscheiden sich freilich kaum vom üblichen, durch zahllose Presseorgane strömenden Mainstream."
  • Die krasseren Formen dieser Dämonisierung von Männern weisen eindeutig die Tatbestandsmerkmale von Volksverhetzung auf.


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Weitere Kritikpunkte


  1. Der Feminismus ist großenteils homophob und transphob.

    Der politische dominierende Genderfeminismus vertritt tw. die These, nach der die Geschlechtszugehörigkeit von einzelnen Personen sozial konstruiert und im Prinzip frei wählbar ist.

    Wenn dem so wäre, könnten Homosexuelle aber auch zu Heterosexuellen umerzogen werden. Der Genderfeminismus unterstützt hier direkt rechtsradikale bzw. radikalreligiöse politische Kräfte, die Homosexualität für eine Sünde halten, unter Strafe stellen wollen oder "heilen" wollen. Analog wäre der Wunsch nach einer Geschlechtsumwandlung von Transsexuellen nur ein Hirngespinst und kein reales Problem und wegen der je nach Behandlungsmethode erheblichen gesundheitlichen Risiken ggf. sogar zu verbieten. Der Genderfeminismus arbeitet also aufgrund seiner theoretischen Grundlagen zwangsläufig gegen die essentiellen Interessen von Homo- und Transsexuellen, verhält sich also trans- und homophob.

    Speziell bei weiblichen Transsexuellen kommt hinzu, daß diese oft nicht als Frau akzeptiert, sondern weiterhin als Mann betrachtet werden (dies ist ein weiterer innerer Widerspruch des Feminismus: einerseits wird postuliert, die Geschlechtszugehörigkeit sei frei wählbar, wenn dies dann gemacht wird, wird das Resultat nicht anerkannt).

Ergänzende Quellen



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Pro- und Antifeminismus des demokratischen Maskulismus


Die Haltung des (demokratischen, emanzipierten, deutschen) Maskulismus zum Feminismus kann man wie folgt zusammenfassen:
  • Der Maskulismus hat die historischen Errungenschaften des Feminismus im Bereich der Gleichberechtigung längst verinnerlicht und kann daher nicht prinzipiell antifeministisch sein. Dies erklärt die eventuell verblüffende Beobachtung, daß sich viele Maskulisten zugleich als Feministen bezeichnen (oder gemäßigte feministische Standpunkte unterstützen), wobei beide Begriffe stillschweigend in einer gemäßigten, undogmatischen Variante verstanden werden.
  • Für den Maskulismus ist es zweitrangig, ob Diskriminierungen von Männern vom Feminismus oder von einer anderen Ideologie oder Instanz zu verantworten ist, oft läßt sich das gar nicht eindeutig zuordnen. Der Maskulismus fordert auf jeden Fall die Beseitigung der Diskriminierungen.
  • Die meisten maskulistischen politischen Forderungen können durch allgemein akzeptierte ethisch-philosophische Grundüberzeugungen begründet werden, Bezüge auf spezielle feministische Theorien werden nicht benötigt. Speziell für Anfänger bzw. betroffene Männer, die keine Zeit haben, sich intensiver mit dem Maskulismus zu beschäftigen, erübrigt sich daher - das ist die gute Nachricht - die Kenntnis feministischer Theorien.
  • Der Maskulismus ist notwendigerweise antifeministisch in dem Sinne, daß er gegen Aspekte, Untergruppierungen oder ideologische Definitionen des Feminismus ist, die sexistisch oder subversiv sind oder sich für Diskriminierungen von Männern einsetzen. Es ist dabei nicht Aufgabe des Maskulismus, die Hintergründe zu analysieren, warum sich Teile des Feminismus für Diskriminierungen von Männern einsetzen, wie diese Teile des Feminismus entstanden sind und wie man die dort vorhandenen inneren Widersprüche auflösen kann - das muß der Feminismus schon selber leisten.
Wegen der Unschärfe des Begriffs Feminismus und der der resultierenden Unschärfe des Begriffs Antifeminismus ist von der freiwilligen Verwendung des Begriffs Antifeminismus abzuraten, er erzeugt fast immer Verwirrung und Kommunikationsprobleme.

Es gibt allerdings auch Aspekte bzw. Varianten des Feminismus, bei denen schon der gesunde Menschenverstand ausreicht, sie entschieden abzulehnen, mehr dazu hier. Vieles davon ist ungefährlich, weil es eigentlich niemand ernst nimmt. Wirklich gefährlich sind die schon vollzogene oder weiter geplante Unterwanderung der Demokratie und des Rechtsstaats und die Etablierung totalitärer Machtstrukturen, die sich demokratischen Kontrollen entziehen, durch den Feminismus. Dies verlaufen bzw. verliefen weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, Stichworte hierzu sind:



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Gegen welche Formen von Feminismus muß man als aufgeklärter Demokrat auf alle Fälle sein?


Eine vollständige Definition des Feminismus ist sehr komplex und für jemanden, der nicht einige Semester Soziologie studiert hat, kaum zu leisten (auch nicht für selbsterklärte Feministen, die mal so eben den Wikipedia-Eintrag überflogen haben). Daher werden häufig einige sehr einfache Definitionen des Feminismus benutzt und man kann Feminismus-Varianten beobachten, die auf diesen Vereinfachungen bzw. Dogmen basieren.
Diese einfachen (oder eher gesagt krassen) Formen von Feminismus sollte als Maskulist sofort erkennen und z.B. mit Hinweis auf ihre Verfassungswidrigkeit oder sexistischen Charakter strikt ablehnen:
  • Feminismus im Sinne einer Ideologie, die schon durch ihren Namen (lat.: femina - die Frau (Nomen)) die Überzeugung ausdrückt, daß Frauen moralisch, sozial und/oder intellektuell höherstehende Menschen sind als Männer

    Äquivalent zu der Behauptung, daß Männer moralisch minderwertige Wesen sind, also offensichtlich ein Sexismus der übelsten Sorte. Explizit fast nur in Stammtischrunden zu finden, als implizites Argument aber oft bei "positiven Diskriminierungen" von Frauen zu finden. Beispiele s. hier.
  • Feminismus im Sinne einer (diffusen) Heilslehre, die alle Probleme der Welt durch "weibliche" Prinzipien, Vorgehensweisen, Charaktermerkmale usw. beseitigen wird (lat.: feminus/-a/-um - weiblich (Adjektiv))

    Basiert auf der Ideologie, daß Frauen moralisch, sozial und/oder intellektuell höherstehende Wesen sind als Männer, vermeidet aber meist, Frauen als Personengruppe zu benennen, die diese höherwertigen Prinzipien definiert.
    Scheitert regelmäßig daran, die "weiblichen" Prinzipien genauer zu benennen, da es nicht "die Frauen" gibt und diese Prinzipien, Vorgehensweisen und Charaktermerkmale auch häufig bei Männern vorzufinden sind.
    Läuft daher darauf hinaus, daß nur Frauen (bzw. ideologisch zuverlässige Feministen) berechtigt sind, diese Prinzipien genauer zu definieren und ihr Vorkommen in der Praxis zu attestieren.
  • Feminismus im Sinne einer Apartheid-Ideologie, nach der alle Macht oder die Mehrheit (in Politik, Wirtschaft, Kultur ...) in den Händen von Frauen liegen muß

    Offensichtlich nicht konform mit unserem Grundgesetz.
    Ist vergleichbar mit seinerzeitigen Apartheid-Ideologie in Südafrika, die eine autoritäre Vorherrschaft einer bestimmten Bevölkerungsgruppe (der "weißen", europäischstämmigen) über andere Bevölkerungsgruppen vorsieht.
    Zeigt sich beispielhaft in den feministischen Wahlordnungen der SPD und der Grünen, bei denen auf allen Wahllisten der 1., 3 usw. Platz für (biologische) Frauen reserviert ist und Frauen Mehrheiten garantiert werden.
    In einem radikalfeministischen Staat wie Schweden kann sogar ein Artikel in einer großen Publikumszeitschrift erscheinen, in dem vorgeschlagen wird, Männern das Wahlrecht zu entziehen.
    Wird begründet durch die Ideologie bzw. ist Konsequenz der Ideologie, daß Frauen moralisch, sozial und/oder intellektuell höherstehende Menschen sind als Männer.
  • Feminismus als Synonym für Humanismus

    Variante des Begriffs Feminismus im Sinne einer (diffusen) Heilslehre.
  • Feminismus im Sinne einer politischen Diskussionskultur, die jegliche Kritik an Frauen (bzw. Vertretern des Feminismus) verbietet und zur sofortigen Abstrafung bzw. Unterbinden von Meinungsäußerungen von Kritikern berechtigt

    Eine Machtstruktur, die für totalitäre Regimes bzw. Apartheid-Ideologien typisch ist. Bereits das Nachdenken über gesellschaftliche Mißstände soll unterbunden werden, um jede gedankliche Opposition im Keim zu ersticken. (Beispiel)
    Nicht vereinbar mit den Grundprinzipien einer freiheitlichen Demokratie wie in der BRD.
  • Militanter Feminismus

    Sammelbegriff für Feminismusvarianten, die sich für die Tötung aller Männer (z.B. SCUM, #killallmen, #killmostmen) oder Ausrottung bis auf eine kleine Minderheit, Abtreibung männlicher Föten usw. einsetzt.
    Kommentar überflüssig. Ergänzende Lektüre siehe unten.

    Während die vorstehenden Beispiele "nur" verbale Entgleisungen darstellen, kommt es immer wieder auch zu physischer Gewalt gegen Andersdenkende, insb. in linksradikalen feministischen Kreisen. Beispiele sind Angriffe auf Wahlkampfstände verhaßter Parteien, Behinderungen von Vortragsveranstaltungen von Männerrechtlern oder Sachbeschädigungen.

Diese einfachen Formen von Antifeminismus sind interessanterweise auch bei vielen selbsterklärten Feministen vorzufinden. Dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich dadurch, daß diese Feministen tatsächlich Anhänger einer gemäßigten Feminismusvariante sind, die innerhalb des gesamten Feminismus in teilweise scharfem Gegensatz zu radikalen bzw. totalitären Feminismusvarianten steht. Das pauschale Etikett Feminismus wird teilweise aus Unwissenheit, teilweise wegen falsch verstandener Solidarität, teilweise als Teil eines Begriffskriegs gegen radikale Feminismusvarianten verwendet.

Festgehalten werden kann, daß die Selbstauskunft, Feminist zu sein, keine verwertbare Information über die tatsächlichen politisch / moralischen Überzeugungen dieser Person liefert und ähnlich inhaltsleer ist wie die Behauptung, für Umweltschutz zu sein.

Gibt es auch Formen von Maskulismus, gegen die man als aufgeklärter Demokrat auf alle Fälle sein muß, und warum wird das hier nicht erwähnt?

Die erste Frage wurde bereits prinzipiell mit "ja" beantwortet, und zwar bei der Beschreibung und Abgrenzung des hier propagierten demokratischen Maskulismus. Undemokratische Maskulismus-Varianten bzw. -Bewegungen werden eindeutig abgelehnt.

Die zweite Frage ist damit indirekt auch beantwortet. Allerdings ist unklar, ob diese Frage überhaupt hierhin gehört. Generell ist der demokratische Maskulismus auch noch gegen Diebstahl, Körperverletzungen, kriminelle Vereinigungen usw., ohne daß man dies dauernd erwähnen würde und z.B. Programme zur Kriminalitätsbekämpfung aktiv mitgestalten würde (auch wenn man sie befürwortet). Auch wenn der Grund profan erscheinen mag, alleine die verfügbare Zeit limitiert die Zahl der Themen, die man aktiv bearbeiten kann.

In diesem Zusammenhang ist natürlich die Dringlichkeit des Problems relevant. Es gibt kein maskulistisches Äquivalent zur feministischen Infrastruktur. Eine Unterwanderung demokratischer Strukturen durch nichtdemokratische maskulistische Bewegungen ist bei den herrschenden Machtverhältnissen undenkbar. Insgesamt sind die undemokratischen Maskulismus-Bewegungen politisch bedeutungslos (die demokratischen leider auch).

Noch prinzipieller stellt sich die Frage, ob derartige Themen ohne die Betroffenen behandelt werden können (vgl. Erläuterungen zum gutgemeinten Sexismus), insb. wenn man von einer prinzipiellen Ablehnung, die leicht dahingesagt ist, zu konkreteren Gegenmaßnahmen kommen wollte. Betroffen durch nichtdemokratische Strömungen, die unter dem Etikett Maskulismus firmieren, sind in erster Linie Frauen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit hätte ein Register von inakzeptablen nichtdemokratischen Formen von Maskulismus andere Einträge als die oben gelisteten. Beispielsweise ist nichts von einer Bewegung bekannt, die die Ausrottung aller Frauen vorschlägt (was auch ungeschickt wäre), und reiner Männer- bzw. Frauenhaß manifestiert sich durchaus unterschiedlich und ist anders zu bekämpfen.

Ergänzende Lektüre

zu antidemokratischen, militanten bzw. faschistoiden Strömungen im Feminismus:
  • Asemann: Piratinnenkon: Das System "Genderfeminismus" in Aktion. asemann.de, 06.05.2013. http://asemann.de/?p=97
    Hervorragende Analyse zu den wirklichkeitsfremden Grundannahmen des Genderfeminismus und dessen antidemokratische Methoden zur Ausschaltung freier politischer Meinungsbildung.
  • Arne Hoffmann: Wir müssen reden - über Faschismus. cuncti.net, 2012. http://cuncti.net/streitbar/77-wir-muessen-reden-ueber-faschismus
    Noch ziemlich neu, aber schon ein Klassiker maskulistischer Literatur. Hoffmann zeigt anhand einer langen Liste von Beispielen, in denen feministische Autoren Männer als Untermenschen diskreditieren und zu deren Ausrottung aufrufen, rassistische und faschistoide Strömungen des Feminismus auf und thematisiert das Versagen des Mainstream-Feminismus, sich von diesen Strömungen zu distanzieren.
  • Wendy McElroy: A feminist defense of men's rights. ifeminists.com, 2008. http://www.ifeminists.com/e107_plugins/content/content.php?content.333
    McElroy stellt einleitend die Unterschiede zwischen dem "individualist feminism", dem sie sich zuzählt und der vergleichbar mit dem Demokratischen Feminismus ist, und dem Genderfeminismus (auf Deutsch auch als Gleichheitsfeminismus oder radikaler Feminismus bezeichnet) dar. Sie zeichnet die historische Entwicklung nach, wie der Genderfeminismus in Nordamerika umfangreiche Diskriminierungen von Männern durchsetzen konnte und in krassem Widerspruch zu den Zielen des individualist feminism steht.
  • Lucas Schoppe: In aller Unschuld alle Männer töten. Man Tau, 21. Mai 2013, 2013. http://man-tau.blogspot.de/2013/05/in-aller-unschuld-alle-manner-toten.html
    Schoppe analysiert die seit kurzem aufgekommene Twitter-Kampagne #killallmen.


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Inwieweit kann man als Mann (bzw. als männlicher Maskulist) zugleich Feminist sein? - gutgemeinter Sexismus und "mansplaining"


Der Feminismus ist seit jeher von sehr vielen Männern mit Worten und Taten unterstützt worden, da die gemäßigten, undogmatischen Feminismusvarianten auf allgemein anerkannten humanistischen Grundlagen beruhen. Ein Teil dieser Männer bezeichnet sich auch explizit als Feminist. Im Prinzip scheint es also möglich zu sein, als Mann bzw. Maskulist zugleich Feminist sein. Bei näherer Betrachtung stößt man allerdings auf zwei wichtige Fragen: ist man überhaupt erwünscht und bringt man die notwendigen Kenntnisse mit?

Bin ich als Mann im Feminismus überhaupt willkommen?

Man sollte sich darüber im klaren sein, daß männliche Feministen oft unerwünscht sind, genauer gesagt Männer, die sich das Etikett anheften, Teil der Frauenbewegung zu sein, und/oder die an Diskussionen oder Aktionen, bei denen es um die Interessen von Frauen geht, inhaltlich teilnehmen wollen.

Eine relativ große Gruppe von Frauen bzw. weiblichen Feministen schließt es mehr oder weniger kategorisch aus, Männer (auch homosexuelle) als Teil der Frauenbewegung zu akzeptieren bzw. als Feministen anzusehen oder mit ihnen zu kooperieren. Gründe hierfür sind:
  • Männer werden als Ursache der historischen, weltweiten Unterdrückung von Frauen und als Mitglieder des Patriarchats angesehen. Per Sippenhaft wird jeder einzelne Mann als untrennbarer Bestandteil des Patriarchats angesehen und somit als Feind.

    Feministische Frauen mit dieser Einstellung fühlen sich teilweise schon belästigt bzw. bedroht, wenn sich irgendein Mann mit ihnen zusammen im Raum befindet. In diesem Zusammenhang wird oft gefordert, in öffentlichen Räumen, z.B. auf Konferenzen, "sichere Räume" ("safe spaces", Schutzräume für Debatten) einzurichten, zu denen Männer keinen Zutritt haben und in denen Frauen vor der Bedrohung durch Männer sicher sind und ungestört diskutieren können.

    Die Abneigung gegen Männer wird in vielen feministischen Zirkeln systematisch gesteigert (vgl. hierzu den Effekt von Triggerwarnungen), in manchen Fällen bis hin zu fanatischem Männerhaß. Auch wenn die betroffenen Frauen nur eine kleine Minderheit (vermutlich im Promillebereich) darstellen, ist diese Gruppe extrem motiviert und durchsetzungsstark und weit überproportional bei der medialen oder politischen Definition feministischer Forderungen erfolgreich.

  • Männern wird ein Mitspracherecht in Frauenfragen abgesprochen, weil ihnen die Lebenserfahrung und die Realitätswahrnehmung als Frau fehlt, sie also bei diesem Thema fachlich inkompetent sind. Beispielsweise sehen sich manche Frauen einer ständigen sexuellen Belästigung im Alltag ausgesetzt, was die meisten Männer weder rational noch emotional nachvollziehen können.

    In diesem Zusammenhang wird teilweise von gutgemeintem Sexismus ("benevolent sexism" oder teilweise auch "mansplaining") gesprochen: jeder Versuch von Männern, in Frauenangelegenheiten mitzureden, wird, selbst wenn gut gemeint, als fachlich unqualifiziert und letztlich als unerwünschte Einmischung betrachtet und abgelehnt.

    Diese Haltung ist durchaus plausibel und nicht unbedingt mit Männerhaß verbunden, sie kann von explizit geäußerter Ablehnung von Männern bis hin zu eher unterschwelligem Mißtrauen reichen. Ggf. werden Männer nur mit "Gaststatus" zu Diskussionen zugelassen, haben also bei Beschlußfassungen keine Stimme und sind eher untergeordnete Zuträger, die häufig als "Ally" (Verbündete) bezeichnet werden (s. auch diese Sammlung von Statements, wie sich Allies zu verhalten haben).

Die vorstehenden Fragen werden ausführlicher in den Artikeln The trouble with male feminism und "Feminist men: friends or foes?" diskutiert.

Im ersten der beiden vorstehenden Fälle sollte man von Versuchen, mit entsprechenden Frauen zu diskutieren (real oder in on-line Foren), Abstand nehmen, es ist aussichtslos. Bei der zweiten Gruppe sollte man die Verhältnisse explizit klären, um seine Zeit nicht unproduktiv zu verwenden.

Bringe ich die notwendigen Kenntnisse mit?

Der auf diesen Seiten propagierte emanzipierte Maskulismus zielt i.w. auf die Aufhebung struktureller Diskriminierungen von Männern z.B. in Gesetzen und benötigt hierzu nur sehr wenige ethische Grundlagen. Derartige strukturelle Diskriminierungen sind in Deutschland für Frauen seit langem nicht mehr vorhanden. Daher benötigt man zur Begründung feministischer Forderungen durchweg komplexe soziale Theorien, mit denen begründet wird, daß Frauen trotz rechtlicher Besserstellung immer noch diskriminiert werden.
Ein Beispiel hierzu ist die seit Jahren kochende Debatte um Frauenquoten: Bestimmte leitende Stellen werden für Frauen reserviert oder es werden weibliche Bewerber bevorzugt, also Männer formal diskriminiert, mit der Begründung, daß "normalerweise" viel mehr Frauen auf diesen Stellen zu finden sein müßten und entweder männliche Privilegien, unsichtbare Formen von Diskriminierungen ("gläserne Decken") oder andere soziale Prozesse Frauen diskriminieren, Männer also kompensatorisch diskriminiert werden müssen.

Ob diese hier benutzten sozialen Theorien stimmen oder nicht, sei dahingestellt; entscheidend ist, daß man sie (und die Theorien, mit denen Gegenargumente begründet werden) zunächst lernen muß, um qualifiziert mitreden zu können.

Insb. Anfänger, für die diese Seiten gedacht sind, seien davor gewarnt, die Komplexität und den Aufwand zum Erlernen dieser Theorien zu unterschätzen.

Ergänzende Quellen und Materialien

  • Feminist Fun Friday - Die Male-(Feminist)-Tears-Edition - Feministische Männer, oder: eine Verheißung, die keine ist. maedchenmannschaft.net, 19.02.2016. http://maedchenmannschaft.net/feminist-fun-friday-die-m ... dition/
    Die Mädchenschaft, eine führende deutsche Gruppen weiblicher Feministen, war so freundlich, Männern eine längere, illustrierte Liste von unerwünschten Formen feministischer Betätigung zwecks Orientierung anzubieten, z.B. besser Teller abzuwaschen anstatt langatmige und raumbeanspruchende Redebeiträge beizusteuern.


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Feminismus-Varianten

Feminismus-Varianten und -Wellen


Feminismus wird im allgemeinsten Sinn in einem zeitlich und geographisch uneingeschränkten Umfang verstanden und umfaßt somit die Frauenrechtsbewegung seit dem 18. Jahrhundert, die in mehrere Wellen untergliedert wird, und Frauenrechtsbewegungen in allen Ländern und Kulturen. Analog zu geographischen und historischen Varianten des Maskulismus treten geographische und historische Varianten des Feminismus auf. Hinzu kommen selbst im gleichen kulturellen Kontext konkurrierende Denkschulen bzw. soziologische Theorien. Die englische Wikipedia listet alleine 5 Hauptgruppen von feministischen Ideologien und z.Z. 51 Theorien bzw. Denkschulen auf.

Die feministischen Denkschulen widersprechen sich in bestimmten grundsätzlichen Fragen bzw. Annahmen heftig. Wenn sich jemand als Feminist bezeichnet oder "den Feminismus" unterstützt, wird damit der Standpunkt in wichtigen Streitfragen nicht klar ausgedrückt, diese Selbstauskunft ist weitgehend inhaltsleer.

Antifeminismus wird meist als Ablehnung sämtlicher Aspekte und Varianten des Feminismus verstanden bzw. von interessierter Seite begrifflich so definiert. Wegen der inneren Widersprüche ist dies schon aus logischen Gründen kaum möglich. Selbst wenn man diese logischen Probleme ausklammert, dann ist kein demokratischer Maskulist in diesem absoluten Sinn Antifeminist: die Ergebnisse der ersten historischen Feminismus-Welle und die meisten Ergebnisse der zweiten Welle zieht niemand in Zweifel (dies stünde auch in eklatantem Widerspruch zu den Grundwerten des demokratischen Maskulismus):

  • Die erste Welle (19. bis frühes 20. Jahrhundert) brachte den Frauen (allerdings auch vielen Männern) grundlegende Bürgerrechte wie das Wahlrecht, beseitigte also viele gravierende rechtliche Diskriminierungen.
  • Die zweite Welle (ca. 1960 bis ca. 1990) dehnte den Themenkreis über die elementaren Bürgerrechte auf Themen wie sexuelle Selbstbestimmung, Ehe, Scheidungen, bessere Ausbildung von Mädchen, berufliche Karrieren von Frauen etc. aus.
  • Die dritte Welle (seit ca. 1990) ist wesentlich unübersichtlicher und diffuser als die beiden ersten Wellen. Wegen der unübersehbaren gesellschaftlichen Kollateralschäden, die vor allem die zweite Welle verursacht hatte, und wegen des erheblichen Erkenntnisfortschritts in Medizin, Neurobiologie und verwandten Naturwissenschaften kam es in manchen Strömungen zu einer deutlichen Abkehr von früheren Theorien; diese feministischen Strömungen haben oft identische Standpunkte wie der demokratische Maskulismus. Andererseits wurde versucht, die Grundthese vom Opferstatus der Frau durch Theorien wie der "rape culture" noch weiter zu treiben und in Verbindung mit der feministischen Privilegientheorie den Frauen immer weitere Sonderrechte zuzuerkennen.

In diesem Blog beschränken wir uns auf die Gegenwart und geographisch auf Deutschland (oder Mitteleuropa). Selbst mit dieser Eingrenzung ist das Problem der Unschärfe des Begriffs Feminismus keineswegs gelöst: Es gibt aktuelle gemäßigte Varianten des Feminismus, die offensichtliche Diskriminierungen von Männern ablehnen, während andere feministische Strömungen reiner Männerhaß sind. Ferner gibt es im Feminismus widersprüchliche Denkschulen hinsichtlich der Grundwerte und zugrundeliegenden sozialen Theorien (Gleichheits- vs. Differenzfeminismus). Die schon für den Maskulismus gestellte Frage, ob er unabhängig von einer politischen Ideologie entwickelt werden kann, stellt sich analog für den Feminismus.

Ein weiteres Problem ist der Unterschied zwischen "den normalen Frauen" und der "feministischen Elite", s. hierzu separaten Abschnitt.



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Der "Mein-Feminismus"-Feminismus


Wenn man als Mann versucht, sich mit dem Feminismus näher zu beschäftigen und zu verstehen, was er will und wofür er steht, stößt man häufig auf das Phänomen des "Mein-Feminismus"-Feminismus. In unzähligen Blogposts und Kommentare äußern Frauen, die sich als Feministen bezeichnen, ihre oft sehr private Meinung, was feministisch bzw. antifeministisch ist, und begründen diese Haltung regelmäßig mit Aussagen wie "jede Frau muß den Feminismus für sich selbst definieren". "Mein-Feminismus"-Feminismus steht also für den Anspruch, daß jede Frau selber bestimmen darf, welche Themen und Probleme wichtig sind, wie die Gesellschaft funktioniert und aussehen sollte und welche Liste von Wünschen die Männer zu erfüllen haben. Genaue Begründungen fehlen - abgesehen vom klassischen Argument Weil ich ein Mädchen bin. Man könnte es auch die klassische Prinzessinnen-Haltung angewandt auf die Geschlechterdebatte nennen.

Beispiele für Einladungen, Wunschlisten zu erstellen

  • Die Zeitschrift Brigitte, nach wie vor eine der meistgelesenen Frauenzeitschriften, startete vor rund 2 Jahren eine Blog-Serie mit dem Titel "Brauchen wir eine neue Frauenbewegung?" Anlaß war und ist die verbreitete Stimmung, daß der Feminismus schon viel erreicht hat und im Jahre 2013 unklar ist, wie es weitergehen soll. Die meisten Kommentare (über 900) hatte der Blogpost "Seid Ihr Feministinnen, was versteht Ihr darunter?", der in der Anmoderation fragt: "Mich würde interessieren, wie Feministinnen heute denken, was sie unter Feminismus verstehen."
  • Seit ca. 2013 findet mit prominenter Unterstützung eine von den Grünen initiierte Werbekampagne für den Feminismus unter dem Titel "Wer braucht Feminismus" statt, s. http://werbrauchtfeminismus.de/. Diese Werbekampagne ist die deutsche Kopie der amerikanischen Kampagne "Who needs feminism?". Auf der Webseite erfahren wir:
    Ziel unser Kampagne ist, den Begriff Feminismus mit Inhalten zu füllen und ihm ein Gesicht zu geben. Wir möchten alle ermuntern, eine eigene Definition von Feminismus zu entwickeln und mit uns zu teilen.
    M.a.W. ist der Begriff Feminismus also bisher inhaltsleer. Diese Kampagne ist klassische Propaganda, sie arbeitet intensiv mit impliziten Falschaussagen und Propagandamethoden (Details hier). Wenn man von der Propaganda absieht, stellt sie eine Einladung an Frauen dar, nach privatem Gusto zu definieren, welche Ziele "der Feminismus" verfolgen soll.

Theoriefreiheit

Unter einem "Mein-Feminismus"-Feminismus versteht man also einen solchen privaten, oft nur bruchstückhaft dargestellten Feminismus. Ein typisches Merkmale ist seine Theoriefreiheit:
  • Es wird i.d.R. ein sozialer Zustand benannt, der nach privaten Bewertungsmaßstäben als ungerecht, Zumutung, unerwünscht o.ä. klassifiziert wird und es wird relativ abstrakt eine Verbesserung des Zustands verlangt. Wie die Verbesserung erreicht werden soll, bleibt oft gänzlich offen.
  • Bei der Zustandsbeschreibung werden stark simplifizierende (wissenschaftlich nicht haltbare) soziale Modelle unterstellt, die nach Meinung der "Mein-Feminismus"-Feministin Ansatzpunkte für eine Interventionen und Verbesserung bieten. Die Beschreibung der unerwünschten Zustände ist oft subjektiv und oberflächlich. Oft bleibt unklar, ob das Phänomen nur eine private Einzelbeobachtung ist oder ob es in einem gesellschaftlich relevanten Ausmaß auftritt.
  • Ebenfalls vage bleiben oft die Bewertung der Phänomene (ist die Türe aufhalten Sexismus oder nicht?) und die dabei angelegten Maßstäbe. D.h. von unterschiedlichen Personen werden widersprüchliche Problemlagen skizziert.
  • Eine Analyse der Ursachen der unerwünschten Zustände ist ebenfalls regelmäßig subjektiv und nicht klar ausgearbeitet. Sofern sich verschiedene Personen zur gleichen Problemlage äußern, treten oft Widersprüche auf.
Die weitgehende Theoriefreiheit macht ernsthafte Diskussionen mit Mein-Feminismus"-Feministen fast unmöglich.

Verbreitung

Eine amateurhafte Argumentation ist bei Amateuren - also normalen Frauen, die keine Zeit für das Erlernen zugrundeliegender Theorien haben - noch verständlich. Seltsam wirkt sie bei einer Frauenzeitschrift oder bei einer kampferprobten Parteifunktionärin, von der man mehr Professionalität erwarten würde. Bei einer Partei wie den Grünen ist die scheinbare Amateurhaftigkeit inkonsistent mit den ansonsten vehement vertretenen radikalfeministischen Positionen. Insgesamt ist der "Mein-Feminismus"-Feminismus ein ärgerliches Phänomen, das eine konstruktive Auseinandersetzung erschwert.


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Elitefeminismus


Wenn man versucht, den Feminismus als Interessenvertretung "der Frauen" aufzufassen, wird schnell offensichtlich, daß die Interessen und Handlungsoptionen von "normalen Frauen" und "Oberschichtfrauen" sehr verschieden sind. Dies führt zu viel Konfusion, was feministische politische Ziele sind und wer sie definiert.

Die Interessen von Frauen aus den unteren bis mittleren sozialen Schichten variieren wegen der großen Zahl Betroffener und der großen Bandbreite an sozialen Verhältnissen erheblich. Die vertretenen Standpunkte sind oft wenig professionell und ad hoc definiert (weswegen sie auch schon spöttisch als "Mein-Feminismus-Feminismus" bezeichnet wurden) oder sogar inkonsistent. Alleine wegen der fehlenden Professionalität ist die Vertretung von Interessen der Frauen aus den unteren bis mittleren sozialen Schichten politisch bedeutungslos, zumal die meisten dieser Interessen im Kern keine Gegensätze zwischen Männern und Frauen betreffen, sondern Gegensätze zwischen sozialen Klassen.

Unter der feministischen Elite versteht man die feministischen Aktivisten, die seit langem die politische Diskussionen dominieren bzw. feministische Gesetze und Strukturen bzw. Diskriminierungen von Männern durchsetzen. Hierbei handelt es sich großenteils um Angehörige der sozialen Oberschicht, z.B. weibliche Inhaber großer Unternehmen oder Lobby-Organisationen für selbsternannte "Spitzenfrauen", die ihre Macht als Mitglieder der Oberschicht für feministische Zwecke ausnutzen und die vor allem die eigenen wirtschaftlichen Interessen vertreten.

Ein weiterer wichtiger Typus von Aktivisten der feministischen Elite sind radikale bzw. fanatisierte Feministen, die sich i.w. durch Arbeitseinsatz in Parteihierarchien hochkämpfen und politische Machtpositionen besetzen. Deren Ziele bestehen typischerweise darin, eine radikale (i.d.R. egalitäre) Ideologie durchzusetzen. Dieser Typus steht zwar inhaltlich in deutlichem Gegensatz zur sozialen Oberschicht und deren ererbter Macht, dies verhindert aber keineswegs, zusammen an der Durchsetzung der feministischen Ideologie zu arbeiten.

Die Interessen der feministischen Elite stehen fast immer in scharfem Gegensatz zur den Interessen der breiten Masse "normaler" Frauen. Wolf argumentiert auf Basis europaweiter Untersuchungen beispielsweise, daß die der Oberschicht angehörige feministische Elite für den eigenen angestrebten Lebensstil auf günstige Dienstleistungen angewiesen ist und daher kein Interesse an einer Anhebung der Einkommen der unteren sozialen Schichten haben kann.

Sehr viele "normale" Frauen, die sich als Feminist bezeichnen oder feministische Parteien wählen, sind sich dieser Unterschiede nicht bewußt und verstehen Antifeminismus als gegen alle, insb. "normale" Frauen gerichtet, obwohl er meist gegen die feministische Elite bzw. radikalfeministische Strömungen kämpft, die politisch relevant, der Allgemeinheit aber praktisch unbekannt sind.

Literatur



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Feminismus-Konzepte

Was ist "Definitionsmacht"? Warum ist das denn so gefährlich?


Das Definitionsmacht-Konzept besagt, daß in Fällen, in denen eine Frau einen Mann anklagt, sie vergewaltigt zu haben, und in denen der Mann nicht geständig ist der Mann auf jeden Fall zu verurteilen ist, die Frau keine Beweise für die Vergewaltigung oder auch nur eine Schilderung des Tathergangs liefern muß, der Aussage der Frau also blind zu vertrauen ist, die Frau den Begriff Vergewaltigung nach eigenem Ermessen beliebig weit fassen kann, also z.B. auch gewaltfreiem Geschlechtsverkehr, bei die "nicht wirklich" einverstanden war, als Vergewaltigung werten kann.

Eine ausführliche Darstellung findet sich auf der separaten Seite Das feministische Definitionsmacht-Konzept.



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Die feministische Privilegientheorie


Der hier früher vorhandene Abschnitt ist wegen Überlänge in einen separaten Post Die feministische Privilegientheorie ausgelagert worden.


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Feminismus als Ideologie von der intellektuellen und ethischen Überlegenheit von Frauen (weibliche Suprematie)


Wir hatten schon weiter oben eine Reihe von Strömungen im Feminismus erwähnt, die Frauen als Menschen ansehen, die moralisch, sozial und/oder intellektuell höher stehen als Männer, und die "weibliche" Prinzipien, Vorgehensweisen und Charaktermerkmale (zu denen nur biologische Frauen fähig sind) als einzige Lösung vieler oder aller gesellschaftlicher Probleme ansehen. Man kann es nun aus wenigstens zwei Gründen für sehr erstaunlich halten, daß es solche Strömungen im Feminismus überhaupt gibt:
  1. Bei anderen Gelegenheiten (speziell bei intellektuellen Fähigkeiten, in denen Männer statistisch besser abschneiden, z.B. räumliches Denken) wird regelmäßig vehement abgestritten, es könnte biologische Ursachen für die statistische überlegenheit eines Geschlechts bei einzelnen Fähigkeiten geben. Sofern der Vergleich zugunsten von Frauen ausfällt, gibt es offenbar doch biologische Ursachen für statistisch bessere intellektuelle Fähigkeiten. Ein krasser innerer Widerspruch, je nach Kontext wird mit genau entgegengesetzten Behauptungen argumentiert.
  2. Männer, speziell Männer in leitenden Positionen, wahlweise als testosteron-gesteuert, empathiefrei, streitsüchtig oder andere Weise asozial zu bezeichnen, widerspricht der allgemeinen Lebenserfahrung und ist ein klassischer Sexismus der übelsten Sorte. Dies zu übersehen ist für eine Bewegung, die hochempfindlich auf die geringsten Diskreditierungen von Frauen reagiert, eine höchst erstaunliche Fehlleistung.
Unabhängig davon, ob man überrascht davon ist oder nicht, sind sexistische und in sich widersprüchliche feministische Argumentationen weit verbreitet:
  1. Ein "offizielles" Beispiel für gegen Männer gerichteten Sexismus sind die Argumente, mit denen die ProQuote Medien, eine Initiative gegen die Gleichberechtigung von Männern in Medienberufen, pauschal Männer in leitenden Funktionen verunglimpft.
  2. In seiner Resolution "Ohne Frauen fehlt der Technik was" formuliert der Deutsche Frauenrat: "... Dennoch spielen ihre Wünsche und Erwartungen [von Frauen] an diese Geräte und Maschinen bei deren Entwicklung kaum eine Rolle. Dass z. B. Hersteller von Waschmaschinen wirklich wissen, "was Frauen wünschen", kann getrost bezweifelt werden." Auf gut Deutsch: Männer sind zu dumm, um die Anforderungen von Frauen an Waschmaschinen zu erfragen, zu verstehen oder umzusetzen.
    Nach dem gleichen Denkmuster können weibliche Ärzte keine Männer behandeln oder weibliche Friseure Männern nicht die Haare scheiden und weibliche Ingenieure keine Akkuschrauber mitentwickeln, ein Lieblingsspielzeug für Männer.

    Dem Frauenrat scheint auch unbekannt, daß Warentester weibliche Personen zum Testen von Waschmaschinen einsetzen und die männlichen Waschmaschinen dabei recht gute Urteile bekommen und daß über die Funktion und Produktgestaltung einer Waschmaschine weniger die Ingenieure, sondern viel mehr die Marketingabteilung und die Designer entscheiden. Dort sind wiederum reichlich Frauen vorhanden, und die wiederum erstellen oft sehr präzise Marktanalysen. Sachlich ist also der Vorwurf, Haushaltsmaschinen würden wegen der Dummheit der Männer "frauenfeindlich" gestaltet, haarsträubender Unsinn und ein gutes Beispiel für das Qualitätsniveau der feministischen Argumentation.
    Die eigentliche Botschaft ist "Männer sind dumm" und die Schlußfolgerung "biologische Frauen sollen Männer in den Ingenieurarbeitsplätzen verdrängen".

  3. Das Argumentationsmuster, Männer seien zu dumm, um Produkte für Frauen (oder alle Menschen) zu entwerfen, findet man bei allem Ingenieurberufen seit Jahren immer wieder. Ein Beispiel aus der Informatik ist Gender-Professor Barbara Schwarze, die seit Jahren ungezählte Interviews gegeben bzw. Zeitungsartikel geschrieben hat, in denen sie behauptet, ... bei der Softwareentwicklung für technische Geräte [würde] oft zu wenig überlegt, wie Verbraucher mit der Benutzerführung zurechtkämen. Übeltäter sind die 85% männlichen Informatiker, offenbar allesamt denk- und empathieunfähige Nerds, die die 15% weiblichen Informatiker, die alles besser machen würden, wenn man sie nur ließe, gnadenlos unterdrücken. Diese Ansichten sagen mehr über die involvierten Gender-Forscher als über die - entweder nicht bekannte oder bewußt falsch dargestellte - Realität aus.
  4. Ein Beispiel aus der Politik lieferte kürzlich Susanne Gaschke, ehemalige Journalistin bei der feministisch geprägten Zeitschrift DIE ZEIT und von dort auf den Posten des Oberbürgermeisters der Stadt Kiel berufen. Am 28. Oktober 2013 erklärte sie wegen einer Steueraffäre ihren sofortigen Rücktritt. In ihrer vielbeachteten Rücktrittsrede benannte sie als Gründe für den Rücktritt die "... testosterongesteuerten Politik- und Medientypen, die unseren Politikbetrieb prägen" sowie den Widerstand gegen ihren neuen, weiblichen Politikstil. Dieser neue Stil bestand zu wesentlichen Teilen darin, im festen Vertrauen auf weibliche Intuition Gesetze übertreten zu dürfen und notwendige Kontrollen unterlassen. Widerstand gegen ihren Stil erklärt sie als Haß, denn sachliche Kritik an weiblichen Prinzipien und Vorgehensweisen ist aufgrund deren Perfektion prinzipiell nicht möglich, selbst parlamentarische Opposition gegen einen weiblichen Politikstil moralisch anrüchig. Ausführliche Kritiken zum Rücktritt finden sich u.a. hier, hier und hier.
  5. Weibliche Suprematie wird übrigens nicht nur von Frauen gepredigt, sondern auch von radikalfeministischen Männern. Ein besonders krasses Beispiel ist der folgender Text:
    Melvin Konner: The End of Male Supremacy, The Chronicle, 30.03.2015, http://chronicle.com/article/The-End-of-Male-Supremacy/228769/
    Wenn man in diesem Text Männer gegen Juden und Frauen gegen Arier austauscht, dann ist das Ergebnis ein klarer Fall von Rassismus und Volksverhetzung nach § 130 StGB.


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Gemeinsamkeiten zwischen radikalem Feminismus und radikalem Konservatismus


Schon wieder der pauschale Begriff "Feminismus" ?!?... vor dem wir eben noch gewarnt hatten. Wie gesagt, man muß zwischen gemäßigtem und radikalem Feminismus unterscheiden.
Die Progressivität des radikalen Feminismus hat kürzlich Leszek auf Alles Evolution durchleuchtet, wir zitieren der Einfachheit halber wörtlich:

Spätestens seit "Knutschverbot" dürften die Parallelen zwischen extremen Formen des Feminismus und extremen Formen des Konservatismus ja für jeden offensichtlich sein. Auf Anhieb fallen mir erst mal folgende der Tendenz nach als extrem konservativ zu identifizierende Merkmale des radikalen Feminismus ein:

  1. Mangelnde Wertschätzung für Freiheit und Gerechtigkeit, dafür starke Betonung von Sicherheit.
    Für die psychologische Wertepräferenz von Liberalen ist Freiheit der höchste Wert, für die psychologische Wertepräferenz von Linken ist Gerechtigkeit der höchste Wert, für die psychologische Wertepräferenz von Konservativen ist Sicherheit der höchste Wert -- das ist alles o.k. und nicht pathologisch, solange es nicht zu stark übertrieben wird. Welchem Spektrum der radikale Feminismus - eingedenk seiner endlosen Versuche, absolute Sicherheit herzustellen - hier am ehesten zuzurechnen ist, ist m.E. nicht schwer zu erkennen.
  2. Sexualfeindlichkeit, Lust - und Körperfeindlichkeit.
    Hier ziehen sexualfeindliche Konservative und sexualfeindliche Radikalfeministinnen ja erkennbar an einem Strang.
  3. Tendenz zur Erhaltung oder Verstärkung der Nachteile der traditionellen Geschlechterrolle für Männer.
    Also die Tendenz, Männer in der Versorger- und Beschützerrolle festzuhalten. Wie es Arne Hoffmann einmal in einem Interview treffend formulierte:
    Frage: "Wer ist eigentlich schuld an der Männer-Misere?"
    Arne Hoffmann: "Sie sehen das möglicherweise anders, aber schuld ist meines Erachtens ein überholtes Verständnis von Geschlechterrollen, das der Feminismus gerade nicht aufgehoben, sondern fortgeführt hat. Ich bin explizit nicht der Auffassung, dass der Feminismus ein Geschlechterverhältnis zerstört hat, das früher in Ordnung war." (...) "Selbst die meisten Männer sind ja inzwischen beherrscht von dieser Mischung aus alter Ritterlichkeit und neuem Feminismus, die da lautet: Frauen muss bei ihren Problemen geholfen werden; Männer sind an allem selbst schuld und sollen gefälligst mal sehen, wie sie zurechtkommen."
    Denken wir auch an die typischen radikalfeministischen Appelle an die traditionelle männliche Geschlechterrolle (Heul doch, Mimimi etc.), wenn es um die Thematisierung männlicher Benachteiligungen und sozialer Problemlagen geht.
  4. Hinter die Errungenschaften der Aufklärung zurückfallende Forderungen nach kritikloser Anerkennung rational nicht begründeter Werte- und Glaubenssysteme.
    Neigung die individuelle Freiheit durch irrationale Wertesysteme einzuschränken und andere darüber zu belehren, wie sie zu leben haben. Forderungen nach kritikloser Unterordnung unter Werte und Normen, die vor allem darauf angelegt sind Sicherheit und Orientierung zu bieten.
  5. Tendenz zum Schwarz-Weiß-Denken und verschwörungstheoretisches Denken.
    Anstatt differenzierte strukturell-soziologische Analysen, wie sie für klassisches linkes Denken typisch sind, produziert der radikale Feminismus verallgemeinerte Schuldzuweisungen, abstrahiert von realen sozialen Lagen und Kontexten. Soziozentrisches Stammesdenken ersetzt die ernsthafte soziologische und historische Analyse.
  6. Bedürfnis nach einer Umwelt mit klaren und festen Regeln, an die sich alle zu halten haben.
    Anstatt durch Religion und Nation werden die entsprechenden Regeln in diesem Fall von der radikalfeministischen Subkultur bereitgestellt. Gewünscht ist natürlich, dass die ganze Gesellschaft nach diesen klaren und festen Regeln funktioniert.
  7. Das menschliche Individuum tritt hinter Kollektivsubjekten zurück.
    Den Raum von Religion und Nation nimmt in diesem Fall die extreme Identitätspolitik des politisch korrekten Radikalfeminismus/Genderismus ein. Dieser Aspekt wurde insbesondere von der poststrukturalistischen Frauenrechtlerin und Kritikerin des radikalen Feminismus Julia Kristeva scharf kritisiert (hier): `What is important is not to affirm the power and identity of groups, but to increase the freedom of individuals," (...) "To assume a group identity is a dead end. And if some people have interpreted French thinking to mean they should, they are totally wrong."

    Mit dem Zurücktreten des Individuums hinter Kollektivsubjekten geht natürlich auch eine starke Neigung zu soziozentrischen Formen moralischen Urteilens einher (Stufe 3 oder 4 in Kohlbergs Stufenmodell der Moralentwicklung). Ähnlich wie radikalen Konservativen fällt es radikalen Feministinnen oft schwer, moralische Urteile von einem Standpunkt allgemein menschlicher Gerechtigkeit zu fällen. Stattdessen werden einerseits die Werte und Normen der eigenen Bezugsgruppe kritiklos übernommen und andererseits besteht eine ausschließliche Orientierung an den vermeintlichen Interessen der eigenen Bezugsgruppe, ohne sich um einen fairen und gerechten Ausgleich zwischen dieser und anderen Menschengruppen zu bemühen.
    Zählt für den radikalen Konservativen nur die Perspektive "meiner traditionellen Kultur", "meiner Religion", "meiner Nation" so zählt für Anhänger des radikalen Feminismus stets nur die enge Perspektive der eigenen radikalfeministischen Subkultur und die vermeintlichen Interessen der durch die jeweilige radikalfeministische Ideologie definierten Bezugsgruppe.

  8. Affinität zu autoritären Erziehungsformen.
    Radikalfeministische/genderistische pädagogische Maßnahmen können ja in mancherlei Hinsicht als Rückfall in autoritäre Erziehungsmethoden interpretiert werden, welche im feministischen Gewand daherkommen.

    Denken wir z.B. an den Verein Dissens: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html
    Spezialgebiet des Vereins ist Jungenarbeit. Von dieser hat Dissens eine sehr eigene Vorstellung, denn es geht dabei auch darum, Jungs früh zu Kritikern des eigenen Geschlechts zu erziehen. Es gibt ein einprägsames Beispiel, wie die Gender-Theorie Eingang gefunden hat in die angewandte Pädagogik. So spielten Dissens-Mitarbeiter bei einer Projektwoche mit Jungs in Marzahn einen "Vorurteilswettbewerb", an dessen Ende die Erkenntnis stehen sollte, dass sich Männer und Frauen viel weniger unterscheiden als gedacht. Es entspann sich eine heftige Debatte, ob Mädchen im Stehen pinkeln und Jungs Gefühle zeigen können, Sätze flogen hin und her. Am Ende warfen die beiden Dissens-Leute einem besonders selbstbewussten Jungen vor, "dass er eine Scheide habe und nur so tue, als sei er ein Junge", so steht es im Protokoll. Einem Teenager die Existenz des Geschlechtsteils abzusprechen ist ein ziemlich verwirrender Anwurf, aber das nahmen die Dissens-Leute in Kauf, ihnen ging es um die "Zerstörung von Identitäten", wie sie schreiben. Das Ziel einer "nichtidentitären Jungenarbeit" sei "nicht der andere Junge, sondern gar kein Junge".
    Oder denken wir an die radikalfeministische Schrift: "Hilfe. Mein Sohn wird ein Macker."



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Falschaussagen, Denkfehler und Doublespeak des Feminismus

Was sind die größten Falschaussagen bzw. Denkfehler des Feminismus? Kann es solche Fehler wirklich geben, obwohl so viele Leute die Theorien geprüft haben?


Da hätten wir gleich einen ersten Denkfehler: Wenn sehr viele Leute glauben, daß eine Theorie oder Behauptung stimmt, beweist das die Theorie keineswegs (s. Woozle effect). Sehr viele Leute glauben beispielsweise fest an UFOs, an Horoskope oder an die Intelligent Design-Theorie des Kreationismus. Früher glaubten alle, die Erde sei eine Scheibe.

Wer oder was mit "Feminismus" in "Falschaussagen des Feminismus" gemeint ist, wäre auch noch zu klären. Im Sinne einer Ideologie ist der Feminismus eine Menge von Annahmen über die reale Welt ("Frauen sind empathischer"), Wertungen ("männliche Aggression ist böse, weibliche ist Notwehr") und anzustrebenden gesellschaftlichen Strukturen und Machtverhältnissen ("mindestens 50% Frauen in allen Machtpositionen"). Die Wertungen und Zielvorstellungen sind offensichtlich willkürlich, also nicht hinterfragbare Dogmen, brauchen also nicht bewiesen zu werden. Um diese Willkürlichkeit zu kaschieren, werden sie aber oft als notwendige ("alternativlose") Konsequenz aus den Merkmalen der realen Welt dargestellt.

Weitaus kniffliger sind die Annahmen über die reale Welt. Hierbei handelt es sich um Sachaussagen, deren Wahrheitsgehalt nur empirisch, aber nicht formallogisch überprüft werden kann. Hier sollte man auch als Maskulist auf der Hut sein, keinen Unsinn zu reden (was leider regelmäßig vorkommt). Der Abschnitt "Deterministische und statistische Aussagen und deren Beweisbarkeit" geht auf das Problem ein, daß man i.a. nur statistische Aussagen hat und daß diese i.a. nicht wie deterministische Aussagen bewiesen werden können.

Ein besonderes Problem bei der Beurteilung des Feminismus stellt das verbreitete Doublespeak (von innen betrachtet ist es eher ein Doublethink). Am Beispiel erläutert: eine Hälfte der Akteure behauptet "die Erde ist eine Scheibe", die andere behauptet "die Erde ist eine Kugel". Je nachdem, wie es gerade paßt, wird dann eine der beiden Aussagen aus Ausgangspunkt weitreichender Schlußfolgerungen verwendet. Der Abschnitt Doublespeak des Feminismus geht im Detail darauf ein, wie diese Diskursstrategie genutzt wird, um entweder Falschaussagen oder innere Widersprüche zu kaschieren.

Ergänzende Quellen und Materialien



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Häufige feministische Falschaussagen


Die folgende Liste ist eine Übersicht über häufig auftretende feministische faktische Falschaussagen, die argumentativ widerlegt werden können (im Gegensatz zu Doublespeak, der i.d.R. Sachdiskussionen aushebeln will). Aus Platzgründen sind die Detailargumente in separaten Seiten ausgelagert.

Falschaussagen über Politik und Demokratie

Falschaussagen über Wirtschaft, Finanzen, Soziales

Falschaussagen über Beziehungen und Sexualität

Falschaussagen über Frauen an Universitäten

Sonstige Falschaussagen



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Doublespeak des Feminismus


Doublespeak ist eine Diskussions- bzw. Kommunikationsstrategie, bei der der Sinn von Worten verzerrt, vernebelt oder sogar in sein Gegenteil verkehrt wird. Man kann Doublespeak auch als ein spezielle Form der Hypnosetechnik Ambiguität ansehen. Edward S. Herman charakterisiert Doublespeak wie folgt:
"What is really important in the world of doublespeak is the ability to lie, whether knowingly or unconsciously, and to get away with it; and the ability to use lies and choose and shape facts selectively, blocking out those that don't fit an agenda or program."
(Wesentliches Merkmal von Doublespeak ist die Möglichkeit, zu lügen, egal ob wissentlich oder unbewußt, und damit ungestraft durchzukommen; ferner die Möglichkeit, zu lügen und selektiv Fakten auszusuchen und zurechtzubiegen und dabei diejenigen Fakten zu unterdrücken, die nicht zu den eigenen Absichten oder Programmen passen.)
Der Feminismus setzt Doublespeak systematisch als Diskursstrategie ein, um entweder Falschaussagen oder innere Widersprüche zu kaschieren und um im Endeffekt Diskussionen über Sachargumente zu vermeiden. Insofern zählt Doublespeak als Betrugsversuch.

"Der Feminismus" in diesem Sinne sind sowohl einzelne Personen, die feministische Forderungen stellen oder - beispielsweise bei Frauenquoten - aufgrund ihrer politischen Machtposition feministische Prinzipien diktatorisch durchexerzieren können. Dazu gehören auch unterschiedliche Denkschulen, die sich widersprechende Theorien aufstellen. Daß hier scheinbar die Linke nicht weiß, was die Rechte tut, ist hier keine Entschuldigung, sondern gerade das Mittel, mit dem die Doublespeak-Effekte erzeugt werden.

Das regelmäßig zu hörende Argument, die inneren Widersprüche seien ein Zeichen von Meinungsvielfalt und Ideenreichtum, ist ein plumpes Ablenkungsmanöver und ebenfalls Doublespeak. Gegen die Meinungsvielfalt in einem Debattierclub ist nichts einzuwenden, der Staatsfeminismus ist im Gegensatz dazu ein Milliardengeschäft und eine Bewegung, die darauf zielt. Männern Grundrechte abzuerkennen und eine Art Apartheid-System zugunsten von Frauen zu etablieren.

Beispiele für Doublespeak des Feminismus: Begriffsverschiebungen

  1. Gleichberechtigung, also die gleiche Behandlung von Männern und Frauen im Recht, wird zu Gleichstellung uminterpretiert, also statistischer Ergebnisgleichheit von individuellen Entscheidungen, z.B. bei der Berufswahl, obwohl Gleichstellung praktisch das exakte Gegenteil von Gleichberechtigung ist.
  2. Der Begriff Gleichstellung, der suggeriert, Männer und Frauen würden gleich behandelt, ist faktisch eine ausschließliche Frauenbevorzugung. Die damit intendierte Verschleierungstaktik führte z.B. dazu, daß die früheren Frauenbeauftragten zu Gleichstellungsbeauftragten umetikettiert wurden, analog bei Kommissionen, Gesetzen usw.
  3. Der Begriff Frauenförderung impliziert stets, daß Männer in der gleichen Angelegenheit nicht gefördert werden, weil im Prinzip den Frauen ein Vorteil verschafft werden soll. In Wirklichkeit handelt es sich also um Frauenbevozugung.
  4. Die völlig verschiedenen Begriffe "Nachteil" und "Diskriminierung" werden regelmäßig gleichgesetzt, um Männer ohne Beweise als Täter denunzieren zu können, s. separaten Abschnitt.
  5. Begriffe wie "Sensibilisierung" oder "geschlechtersensible Gestaltung von ..." werden gerne im Rahmen einer geschickten Umdeutung dazu verwendet, feministische Propaganda zu kaschieren und/oder eine feministisch verzerrte Realitätswahrnehmung moralisch aufzuwerten, s. separate Seite.
  6. Der Feminismus bezeichnet sich immer wieder als emanzipatorisch. Emanzipation bedeutet den Kampf diskriminierter Bevölkerungsgruppen dagegen, von politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen zu sein. Der Feminismus war und ist extrem erfolgreich darin, die Bevölkerungsgruppe der Männer systematisch von sie benachteiligenden politischen Entscheidungsprozessen auszuschließen, weswegen er als eine der größten Bedrohungen demokratischer Prinzipien angesehen wird. Emanzipation wird somit im Feminismus umdefiniert als bedingungslose Anerkennung der hochstrittigen feministischen Theorien und politischen Ziele. Ein besonders dreistes Beispiel der Umdefinition des Begriffs Emanzipation findet sich beim Emanzipationsministerium NRW.
  7. Der Begriff Emanzipation wird ferner oft assoziiert mit der Trennung von Staat und Kirche, also als Befreiung von religiösen Dogmen und Vorschriften und willkürlichen, wissenschaftlich nicht begründbaren Zwängen von Weltanschauungen. Tatsächlich ist die feministische Ideologie in hohem Maße wissenschaftsfeindlich (vgl. Gender Studies), teilweise religiös verankert und teilweise mystisch.
  8. Der Begriff unterrepräsentiert suggeriert, in einer "repräsentativen" Demokratie müßten Frauen gemäß ihrem Bevölkerungsanteil in Parlamenten oder beliebigen anderen Institutionen vertreten sein und hätten somit Anspruch auf die Hälfte der Sitze o.ä. Eine Quotendemokatie ist indes völlig unvereinbar mit dem Grundgesetz, die Forderung danach ist unmittelbar verfassungsfeindlich.

Beispiele für Doublespeak bei der Begründung von Frauenquoten

s. separate Seite.

Beispiele für Doublespeak im Zusammenhang mit biologischen Dispositionen

Mit Dimorphismus bezeichnet man in der Biologie das Auftreten von zwei deutlich verschiedenen Erscheinungsvorkommen bei derselben Art. Bei Menschen liegt Dimorphismus in sehr ausgepägter Form als Geschlechtsdimorphismus vor: männliche und weibliche Individuen unterscheiden sich in sehr vielen biologischen Merkmalen deutlich voneinander, darunter die Gehirnstrukturen und der Hormonhaushalt. Die Verhaltensbiologie liefert viele Indizien, daß diese biologischen Unterschiede zu statistisch signifikanten Verhaltensunterschieden zwischen Männern und Frauen führen. Frauen sind z.B. risikoaverser als Männer und können besser Stimmungen in Gesichtern erkennen. Derartige biologisch begründeten Verhaltens- oder Leistungsunterschiede zwischen Männern und Frauen bezeichnen wir i.f. als biologische Dispositionen.

Der Feminismus in der Variante des radikalen bzw. Gleichheits-Feminismus widerspricht der Existenz biologischer Dispositionen und stellt die Gleichheitsthese auf, daß sich Männer und Frauen "von Natur aus" statistisch identisch verhalten und daß alle geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen ausschließlich sozial anerzogen worden sind und daher durch Umerziehung kuriert werden können (allerdings ohne einen Beweis für die Gleichheitsthese zu liefern).

Der Differenzfeminismus geht vom Gegenteil aus, der Existenz biologischer Dispositionen, ebenso wird das Argument spezieller Fähigkeiten von Frauen in vielen feministischen Argumentationen benutzt.

  1. Offensichtlich ist es ein extremer innerer Widerspruch, in einer einzigen Ideologie machmal biologische Dispositionen anzunehmen und manchmal deren Existenz strikt abzustreiten.
    Politisch dominiert in Deutschland eindeutig der radikale Feminismus. Die Gleichheitsthese ist fundamental für die radikalfeministischen Theorien, und ohne die Gleichheitsthese kann man Frauenquoten nicht begründen und sehr viele angebliche Frauendiskriminierungen nicht beweisen.
    I.f. werden daher vor allem Beispiele gelistet, in denen der Feminismus die Gleichheitsthese selber widerlegt.
  2. Die Gender Mainstreaming-Strategie unterstellt massive Differenzen bei den biologischen Dispositionen, Details s. separate Seite.
  3. Ähnliche Argumente liegen der Ablehnung von "benevolent sexism" bzw. "mansplaining" zugrunde.
  4. Die feministischen Parteien setzen sich vehement dagegen ein, Homosexualität als Krankheit, die irgendwie heilbar ist, anzusehen (wo ihnen ausnahmsweise zuzustimmen ist). Die sexuelle Präferenz eines Menschen ist in der Tat weitgehend durch bereits beim Fötus entstehende Gehirnstrukturen vorbestimmt und kann nur durch gravierende Veränderungen im Gehirn, z.B. infolge eines Unfalls oder Infarkts, verändert werden. Die sexuelle Präferenz legt fest, ob man von männlichen oder weiblichen Personen sexuell angezogen bzw. erregt wird. Operativ gesehen ist die sexuelle Präferenz eine soziale Verhaltensweise, nämlich mit bestimmten Personen sexuellen Kontakt zu haben oder danach zu suchen, sie zum umwerben usw., also ein biologisch bestimmtes Sozialverhalten in einem zentralen Lebensbereich.

Beispiele für Doublespeak in feministischen Gesetzen

  1. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hat laut § 1 das Ziel "Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, .... zu beseitigen". Insb sind nach § 2, Nr. 1 "Benachteiligungen ... unzulässig in Bezug auf die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit, ...". Dies hindert keineswegs eine ganze Reihe anderer Gesetze daran, den etliche 1000 Stellen umfassenden Arbeitsmarkt für "Gleichstellungsbeauftragte" ausschließlich für Frauen zu reservieren.
  2. Das derzeit (Anfang 2014) geplante neue Gesetz über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen schreibt in §3 Aufgaben, Absatz (4) den Hochschulen vor:
    Die Hochschulen fördern bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Hochschule und wirken auf die Beseitigung der für Frauen bestehenden Nachteile hin.
    Männer haben sogar in mehreren Paragraphen (z.B. §24, 37a) dieses Gesetzes weniger Rechte als Frauen. Gleichberechtigung von Frauen und Männern bedeutet daher "logischerweise", nur Nachteile, die Frauen für sich definieren, zu beseitigen; für Männer können geschlechtsbedingt keine Nachteile bestehen und daher auch nicht beseitigt werden.

Beispiele für Doublespeak des Feminismus: innere Widersprüche

  1. "Es gibt nur einen Feminismus", sagt die Grüne Renate Künast; "Zu keinem Zeitpunkt gab es nur einen Feminismus wie die in Stein gemeißelte Lehrmeinung, sondern seit den Anfängen standen stets mehrere Konzepte nebeneinander", sagt die grüne Böll-Stiftung.
  2. Man "verurteilt die Bevormundung von Menschen", propagiert aber gleichzeitig, Andersdenkende mit Gewaltandrohungen oder Sachbeschädigungen einzuschüchtern und zu vertreiben.
  3. Während die Achtung der sexuellen Orientierung für Homosexuelle vehement gefordert wird, weil sie biologisch determiniert ist (s.o.), wird dies für Heterosexuelle häufig abgelehnt. Heterosexuelles öffentliches Verhalten wird vielfach als heteronormative oder partiarchale Oppression, Sexismus o.ä. denunziert. Es wird alles daran gesetzt, schon in den Schulen typisches Verhalten von Jungen pauschal zu kriminalisieren.
  4. Feminismus behauptet, überkommene Geschlechterrollen aufzubrechen. Tatsächlich werden die konventionellen Geschlechterrollen in heterosexuellen Beziehungen mit allen Mitteln bekämpft. Wenn man von wenigstens zwei konventionellen Geschlechterrollen, einer eher männlichen und einer eher weiblichen, ausgeht, dann werden diese durch eine einzige ersetzt, die eine Art Mittelding zwischen den beiden klassischen Rollen darstellt (mehr zur Frage, was überhaupt Geschlechterrollen sind s. hier und hier). Die Vielfalt der Geschlechterrollen wir also reduziert, nicht vergrößert.
  5. Auf der Seite über die Sprachmanipulationen des Feminismus wird auf die erstaunliche Diskrepanz näher eingegangen, auf die Nichtberücksichtigung im generischen Maskulinum äußerst sensibel zu reagieren und umfangreiche Sprach- und Rechtschreibreformen zu verlangen, gleichzeitig aber Männer systematisch sprachlich aktiv zu diskreditieren, z.B. als als potentielle Vergewaltiger, patriarchale Unterdrücker und Ursache allen Unglücks.

Sonstige Beispiele für feministisches Doublespeak

  1. Unter Gendermedizin bzw. Frauengesundsheitsforschung versteht man die Erforschung und Behandlung von geschlechtsspezifischen Krankheiten. "Geschlecht" wird darin fast immer biolgisch verstanden. Der zug. Wikipedia-Eintrag (Vorsicht: der Eintrag wurde erheblich von Fiona Baine und Co. editiert) stellt fest: "Die Gender Medizin widmet sich neben den sozialen und psychologischen Unterschieden den Symptomen und Ausprägungen von Krankheiten bei Frauen und Männern, die durch unterschiedliche genetische und biologische Voraussetzungen begründet sind."

    Das soziale Geschlecht ("Gender"!) einer Person spielt also gerade keine Rolle in der Gendermedizin, der Begriff Gendermedizin ist unzutreffend bzw. in sich unsinnig, denn das soziale Geschlecht hat auf die Körperfunktionen praktisch keinen Einfluß. Diesen krasse Fehlbenutzung des Begriffs Gender kann am ehesten als bewußtes Doublespeak erklärt werden, da geschlechtsspezifische Medizin(forschung) positiv besetzt ist und diese Prägung auf den Kampfbegriff Gender übertragen werden soll.
    Andererseits ist die Fehlbenutzung so ausgeprägt und peinlich, daß die Ursache womöglich darin liegt, daß die feministischen Akteure selber durch ihr Doublespeak völlig konfus geworden sind.

Ergänzende Quellen

  • Jens Alber: Doppelstandards der Gleichstellung. FAZ, 25.03.2011. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-leh ... le=true
    Beschreibt, wie diametral entgegengesetzte Argumente bei zwei feministischen Argumentationen benutzt werden: (a) Argumentationen zugunsten von geschlechtsneutralen Tarifen von Lebens- oder Krankenversicherungen (die zu höheren Beiträgen für Männer führten, die das höhere Risiko von Frauen mittragen müssen), (b) Argumentationen zugunsten von Frauenquoten in lukrativen Positionen.


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Denkfehler (Begriffswelt) "Nachteile vs. Diskriminierungen"


Wenn man sich als Anfänger mit feministischen Argumentationen befaßt, wird man zumindest verwundert sein über diverse ungewohnte, aus der Umgangssprache nicht bekannte Begrifflichkeiten wie Lookismus, Ableismus, Ageismus oder Klassismus. Die vorstehenden und weitere Begriffe arbeiten mit einer versteckten Bedeutungsverschiebung, indem der Begriff "Nachteil" als "Diskriminierung" umgedeutet wird. Dieser Denkfehler sei am Beispiel des Begriffs Ableismus erläutert: Behinderte haben offensichtlich durch ihre Behinderung mehr Probleme als Nichtbehinderte, also die meisten Menschen, insofern also in den meisten Fällen nicht selber verschuldete Nachteile. Aus diesen wird nun unzulässigerweise eine Diskriminierung konstruiert:
  • Eine Diskriminierung unterstellt begrifflich, daß eine gesellschaftliche Gruppe einen Nachteil für eine andere Gruppe erschafft. Entscheidend ist die aktive Rolle der diskriminierenden Gruppe, nur deswegen kann ihr auch die Verantwortung für die Benachteiligung zuerkannt werden. Behinderungen werden aber nicht von den Nichtbehinderten erschaffen, sie sind durch Unfälle, Zufälle oder sonstige Ursachen entstanden.
    Die Begriffsverschiebung von "Nachteil" zu "Diskriminierung" konstruiert somit eine Schuldzuweisung an Nichtbehinderte. Diese Logik ist absurd. Zur Unterstützung dieser absurden Logik wird oft die Privilegientheorie bemüht: Nichtbehindertsein wird als unverdientes Privileg uminterpretiert und das fehlende Bewußtsein bzw. fehlende Eingeständnis dieses (nicht existierenden) Privilegs wird als schuldvergrößernd und aktive Diskriminierung interpretiert.
  • Der Nachteil durch eine Behinderung ist manchmal lästig, manchmal lebensbestimmend, es gibt eine weite Skala der Auswirkungen. Deswegen muß eine qualifizierte Betrachtung notwendigerweise das Ausmaß der Nachteile und das soziale Umfeld berücksichtigen. Die Bewertung der Nachteile ist immer auch eine subjektive Interpretation derselben.
    Begriffe wie Ableismus unterdrücken eine qualifizierte Betrachtung und suggerieren eine vermeintliche Eindeutigkeit: man gehört entweder zur Gruppe der Diskriminierten oder der Diskriminierenden. Ein komplexes Problem wird auf die binäre Mitgliedschaft in zwei künstlich geschaffenen, einander entgegengesetzten Gruppen reduziert.
Die hier beobachtete Begriffsverschiebung und willkürliche Bildung sozialer Gruppen sind auch wesentliche Komponenten der der Privilegientheorie; diese geht aber noch einen Schritt weiter und leitet daraus Rechtsansprüche der Gruppe der Diskriminierten ab.

Ob der Denkfehler absichtlich oder unabsichtlich ist, ist für seine Bewertung unerheblich. Man kann den Einsatz von unklaren Begriffen und heimlichen Begriffsverschiebungen als rhetorische Tricks und Übertölpelungsmanöver oder sogar als Hypnosetechnik einordnen. Da diese Begriffe andererseits auch in feministischen Theorien benutzt werden, werden sie hier in der Abteilung "Denkfehler" behandelt.

Teilweise wird argumentiert, die Begriffe würden als Teil der wissenschaftlichen Fachsprache benötigt. Wegen der offensichtlichen wissenschaftlichen Mängel ist dies nicht nachvollziehbar, sondern wiederum eine rhetorische Finte.



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Sonstiges

Die "Wer braucht Feminismus"-Kampagne - eine Analyse


Seit ca. 2013 findet mit prominenter Unterstützung eine von den Grünen initiierte Werbekampagne für den Feminismus unter dem Titel "Wer braucht Feminismus" statt, s. http://werbrauchtfeminismus.de/. Diese Werbekampagne ist die deutsche Kopie der amerikanischen Kampagne "Who needs feminism?". Auf der Webseite erfahren wir:
Ziel unser Kampagne ist, den Begriff Feminismus mit Inhalten zu füllen und ihm ein Gesicht zu geben. Wir möchten alle ermuntern, eine eigene Definition von Feminismus zu entwickeln und mit uns zu teilen.
Bei der "Wer braucht Feminismus"-Kampagne scheint die Antwort "Niemand!" nicht vorgesehen zu sein, denn die Seite liefert eine lange Liste von positiven Antworten von prominenten grünen oder feministischen Personen. Manche dieser Antworten sind absurd ("Ich brauche Feminismus, weil ich eine Frau bin"), manche sind substanzlose, unbewiesene Anpreisungen des Feminismus ("Ich brauche Feminismus, weil an ihm unsere Zukunft hängt") oder übliche Propaganda-Behauptungen ("Ich brauche Feminismus, weil ich das Patriarchat zerschlagen will.").

Auf den Seiten der sozialen Medien, z.B. Tumblr, kommen Privatpersonen zu Worte, die auf handgeschriebenen Blättern mit dem vorgedruckten Satzanfang "Ich brauche Feminismus" Gründe anführen wie "damit ich meine Gedanken frei aussprechen kann!", "um die Welt besser zu machen", "weil mein Körper und meine Kleidung keine sexuellen Übergriffe rechtfertigen!", "damit Klugheit nicht im Kochtopf ersäuft". Es werden soziale Phänomene beschreiben, allerdings sehr vage und allgemein formuliert, die die Antwortenden intuitiv als negativ bewerten. Dieser Bewertung wird man sich in den meisten Fällen selbstverständlich anschließen, weil es sich mehr oder weniger um Trivialitäten handelt, und man die benutzten Gummibegriffe so einschränken kann, daß die Aussage zutrifft.

Medienpsychologisch betrachtet signalisieren die Antworten der Kampagne einem Leser, daß die Zustimmung zum Feminismus ist völlig einmütig und enthusiastisch ist und daß sämtliche Frauen unter Sexismus leiden, und zwar laufend und irgendwie verursacht von Männern.
Die "Wer braucht Feminismus"-Kampagne ist also offensichtlich insb. als bewußtseinsbildende Maßnahme gedacht, die analog zur #Aufschrei-Kampagne den Begriff Alltagssexismus als dominierende Realitätswahrnehmung verankern soll. Den antwortenden Frauen ist das vermutlich nicht bewußt.

Die Unlogik des Antwortschemas

Das Antwortschema selber ist - was bei einer Imagekampagne nicht überrascht - in sich unlogisch, es enthält einen gut versteckten Denkfehler:
  • Der "weil..."-Teil der Aussagen beschreibt regelmäßig ein negativ bewertetes Phänomen. Offensichtlich ist damit der Wunsch gemeint, daß dieses Phänomen verschwinden soll, in einigen Fällen ist dieser Wunsch sogar explizit formuliert.
  • Dieser Wunsch wird als Begründung für "den Feminismus" präsentiert. Dies unterstellt implizit, daß der Feminismus - und nur der Feminismus - diesen Wunsch erfüllen kann. Diese Unterstellung ist fast immer unbewiesen und hochumstritten. Die durch das "weil" suggerierte Kausalität ist schlicht nicht vorhanden und nicht nachvollziehbar dargestellt.
Die Kampagne tut so, als würde sie den Feminismus gerade erst im Sinne der unterdrückten Frauen definieren ("...eine eigene Definition von Feminismus zu entwickeln"). In Wirklichkeit dient die vorgegebene Antwortstruktur "Ich brauche Feminismus, weil ..." dazu, "dem Feminismus" eine umfassende Kompetenz zu attestieren, alle Probleme zu lösen, die Frauen äußern oder die generell die Menschheit plagen. Im Kern ist dies eine extreme Selbstbeweihräucherung. Implizit werden Wunderdinge versprochen. Wenn man diese Versprechungen explizit formuliert: "der Feminismus wir all eure Probleme lösen", wird sofort klar, wie unerfüllbar, um nicht zu sagen lächerlich dieser Anspruch ist.

Konzepte, wie die Wunderdinge bewirkt werden sollen, werden nicht genannt, es fehlt auch jegliche Analyse der Ursachen der unerwünschten Phänomene oder eine programmatische Aussage, was "der Feminismus" (TM) konkret zu unternehmen gedenkt. Allerdings wird suggeriert, daß diese Kompetenz vorhanden ist und daß dem Feminismus uneingeschränkte Machtbefugnisse zukommen sollten, damit er mittels seiner geheimen, aber unbeschränkt vertrauenswürdigen Rezepten die Welt verbessern kann.

Literatur



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Was ist der Unterschied zwischen Antifeminismus und Feminismus-Kritik?


Keiner bzw. kein praktisch nutzbarer. Wenn man eine Sache kritisiert, ist man natürlich in irgendeiner Weise gegen ("anti") diese Sache. Das Ausmaß der Kritik bzw. Gegnerschaft bleibt in beiden Fällen offen. Meist wird "Kritik" intuitiv als gemäßigter und weniger grundsätzlich als "Gegnerschaft" gewertet, zumal Kritik auch positiv gemein sein kann. Es ist aber in der Praxis kaum möglich, beim Feminismus "Kritik" und "Gegnerschaft" klar voneinander abzugrenzen.

Diese rein sprachlichen Betrachtungen sind insofern zweitrangig, als in weiten Teilen unserer Gesellschaft (z.B. feministische Parteien, feministische Medien) der Feminismus den Rang einer Staatsreligion hat und jeder Zweifel an den Segnungen des Feminismus oder den Dogmen, auf denen er beruht, mental nur als eine Art Blasphemie aufgefaßt werden kann. (In der EU gibt es allen Ernstes Bestrebungen, Kritik am Feminismus unter Strafe zu stellen, s. hier und hier.)
Bei diesen Denkstrukturen ist Kritik am Feminismus, namentlich substantielle Kritik, ein eindeutiger Beweis von Antifeminismus im Sinne einer völligen Ablehnung aller Frauenrechte (resultierendes Muster in Diskussionen: "Ich stehe dem heutige Feminismus kritisch gegenüber." - "Dann sind Sie also dafür, daß Männer weiterhin Frauen ungestraft vergewaltigen können?!!"), von Misogynie oder Frauenhaß (die Unterstellung von Haß ist derzeit besonders in Mode), von rechtsradikaler oder totalitärer Gesinnung usw. Feminismus-Kritik und Antifeminismus sind hier begrifflich nicht mehr unterscheidbar. Verstärkt wird dies durch die schon erwähnte "Erziehungsarbeit" unserer feministisch prägten Medien.



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