Inhalt

Einstiegslektüre:

* Maskulismus in zwei Minuten
* Kernthemen und -Forderungen
* Maskulismus für Anfängerinnen

"Maskulismus die radikale Ansicht,
daß Männer keine Schweine sind,
sondern Menschen."

Hauptthemen:

* Maskulismus
* Feminismus und feministische Politik
* Gender-Studies und feministische Theorie
* Feministische Rhetorik und Kampfbegriffe
* Medien und feministische Propaganda

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Maskulismus in zwei Minuten





Inhaltsübersicht



Maskulismus in zwei Minuten


Für ganz Eilige: Maskulismus in zwei Minuten

Was ist überhaupt Maskulismus?

Maskulismus (oder Maskulinismus) ist eine soziale Bewegung, die sich für die Rechte von Männern und für die Gleichberechtigung von Männern einsetzt. Der Begriff ist analog zum bekannteren Begriff Feminismus gebildet, der eine soziale Bewegung bezeichnet, die sich für die Rechte von Frauen und für die Gleichberechtigung von Frauen einsetzt. Zugespitzt und in Anlehnung an eine bekannte feministische Selbstverortung formuliert ist Maskulismus die radikale Ansicht, daß Männer keine Schweine sind, sondern Menschen.

Ist Maskulismus kompliziert?

Die Grundidee ist sehr einfach: es geht um Gerechtigkeit und gleiches Recht für alle. Was nur wenige wissen: nach mehreren Jahrzehnten Staatsfeminismus gibt es Dutzende Gesetze, die Frauen privilegieren bzw. Männer benachteiligen. Die Beseitigung rechtlicher Benachteiligungen von Männern ist daher ein Hauptziel.

Ich habe auch den Begriff Maskulinismus gehört. Ist das etwas anderes als Maskulismus?

Nein. Beide Begriffe werden im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch eher unsauber und für eine ganze Reihe von Bedeutungen eingesetzt. Das gleiche gilt für die Begriffe Maskulist und Maskulinist, also Personen, die sich für die Ziele des Maskulismus einsetzen oder sich explizit als solche bezeichnen.
Auf dieser Seite werden stets die Formen Maskulismus und Maskulist verwendet. Diese Formen entstehen, indem man im Wort "maskulin" die letzten beiden Buchstaben "in" durch "-ismus" bzw. "-ist" ersetzt.

Ist Maskulismus das Gegenteil von Feminismus, und muß man als Maskulist gegen Frauen sein?

Nein, im Prinzip nicht. Wenn sich der Maskulismus beispielsweise gegen die Genitalverstümmelung von Jungen einsetzt, dann ist man damit nicht generell gegen Frauen. Allerdings hätte man einen ganz klaren Konflikt mit den Müttern, die die Genitalien ihrer Söhne verstümmeln lassen (natürlich auch mit allen anderen Beteiligten).
Bei vielen Fragen ist es nicht so einfach zu erkennen, in welcher Weise bestimmte Gruppen von Frauen bzw. Männern gegensätzliche Interessen haben und was überhaupt die genauen Standpunkte sind. Das ist hier nicht anders als bei vielen anderen politischen oder sozialen Fragen. Viele Fragen müssen noch verhandelt werden, was damit anfängt, daß beide Parteien zunächst ihren Standpunkt klar formulieren.
Da viele Diskriminierungen von Männern direkt auf feministische Akteure zurückgehen und laufend weitere geplant werden, ist eine sehr deutliche Kritik an einzelnen Strömungen bzw. Plänen des Feminismus unvermeidlich. Ein wichtiges Lernziel ist daher, die gefährlichen und die unterstützenswerten Strömungen im Feminismus unterscheiden zu können.
Wenn man sich mit dem heutigen Feminismus näher befaßt, kommt sehr schnell zu der Frage, ob er noch die Interessen "der Frauen" vertritt. Als Maskulist bzw. Feminismuskritiker ist man daher nicht "gegen die Frauen", sondern nur gegen bestimmte Frauen.

Kann man auch als Frau Maskulist sein?

Natürlich, gerne. Es gibt sogar ziemlich viele Frauen, die sich für die Rechte von Männern einsetzen. Umgekehrt setzen sich viele Männer für die Rechte von Frauen ein, beispielsweise dürften fast alle Männer gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen sein.

Gibt es so etwas wie den Papst oder die Parteiführung, die klipp und klar sagt, wofür und wogegen der Maskulismus ist?

Nein. Das ist so ähnlich wie bei der Umweltschutzbewegung bzw. beim Thema Umweltschutz: das geht quer durch alle Parteien und Bevölkerungsschichten, wird vielfach vermengt mit benachbarten Themen, führt im Detail sogar zu Widersprüchen zwischen verschiedenen Untergruppierungen. Das ist nicht weiter erstaunlich, weil unterschiedliche soziale Gruppen ganz verschieden von den jeweiligen Detailthemen betroffen sein können. (Mehr zum Thema Maskulismus-Varianten.) Beim Feminismus ist es übrigens noch unübersichtlicher als beim Maskulismus, was man darauf zurückführen kann, daß die feministische Bewegung deutlich älter ist.

Ist Maskulismus böse?

Maskulismus ist ungefähr so böse wie eine Gewerkschaft, also eine Partei in einem sozialen Konflikt. Wenn die Gewerkschaft 6% mehr Lohn fordert, die Arbeitgeber aber nur 2% mehr zahlen wollen, ist die Gewerkschaft deswegen nicht böse. Wenn allerdings ein paar fanatisierte Gewerkschaftsmitglieder die Fabrik in Brand setzen, sind diese Personen ziemlich böse und nach gängigen Maßstäben kriminell; die Gewerkschaft ist deswegen nicht kriminell, sofern sie den Vorfall nicht mitverantwortet. Wenn die Gewerkschaft die Arbeitgeberseite als Menschenschinder oder Betrüger beschimpfen würde, wären das verbale Entgleisungen, die unabhängig von den Sachthemen sind und die böse in dem Sinne sind, daß sie das Diskussionsklima vergiften.
Während die Arbeitgeber und Gewerkschaftler gelernt haben, in der Sache hart, im Ton aber diplomatisch zu sein, ist das bei den sozialen Konflikten zwischen Männern und Frauen leider nicht der Fall. Verbale Entgleisungen sind auf beiden Seiten sehr häufig, zumal die Parteien nicht durch jeweils eine formale Instanz vertreten werden, sondern jeder Interessierte in beliebigem Tonfall mitreden kann. Sowohl Maskulismus wie Feminismus haben einen inneren Konflikt zwischen Anhängern, die im Ton diplomatisch und in der Sache kompromißfähig sind, und fanatisierten Anhängern oder destruktiven Trollen, die zu verbalen Entgleisungen neigen und oft radikale Forderungen in der Sache stellen.

Ist man als Maskulist früher oder später genauso verbiestert wie manche Feministinnen?

Die Gefahr, es zu übertreiben, besteht bei vielen politischen Themen, z.B. auch beim Energiesparen oder Tierschutz. Der Eindruck hängt natürlich auch vom Empfänger ab. In der Geschlechterdebatte gilt es oft schon als fanatisch und verbiestert, die Begriffe genau verstanden zu haben und der omnipräsenten postfaktischen feministischen Propaganda zu widersprechen. Damit muß man leben. Dumm bleiben oder sich dumm stellen ist keine Alternative. Höflichkeit ist natürlich unerläßlich, höfliche Menschen, die klare Standpunkte haben und diese verständlich begründen können, wirken fast nie verbiestert.

OK, klingt alles ganz interessant, was sollte ich als nächstes lesen?

Folgendes hätten wir im Angebot:


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